Juli und August bringen uns wieder die Möglichkeit, Sternschnuppen zu beobachten.

Der schon ab Mitte Juli aktive Sternschnuppenstrom der Juli-Aquariiden (ca. 12.07. - 25.08.), dessen Radiant (= Stelle am Himmel, aus der die Sternschnuppen zu kommen scheinen) sich im Sternbild Aquarius (Wassermann) befindet, ist ein mittelstarker Meteorstrom mit einem Maximum von ca. 20 Sternschnuppen pro Stunde um den 30. Juli.
Da das Maximum relativ breit ist, kann auch in den Nächten vor und nach dem Maximum mit hohen Sternschnuppenraten gerechnet werden. Der  Mond (Neumond am 1.08.) wird dieses Jahr die Beobachtung kaum beeinträchtigen.
Ein genauer Ursprungskörper für diesen Strom ist nicht bekannt. Es wird vermutet, dass eine ganze Anzahl von Kometen das Trümmerfeld (Machholz-Komplex) hinterlassen haben, aus dem der Sternschnuppenstrom hervorgeht.

 Radiant der Perseiden

Kurz darauf wird aber auch der wohl bekannteste Sternschnuppenstrom,  die Perseiden, (17.07 -24.08, Radiant wandert im Sternbild Perseus, siehe Bild) aktiv. Die Perseiden, deren Maximum mit bis zu 110 Meteore pro Stunde, jedes Jahr auf den 12. oder 13. August fällt, werden im Volksmund auch Laurentiustränen genannt, da sie um den Gedenktag des Märtyrers Laurentius von Rom (* evtl. in Osca, Spanien oder Laurentum; † 10. August 258 in Rom) auftreten.

Das (theoretische) Maximum der Perseiden wird am 13.08.2019 zwischen 4 und 17 Uhr MESZ erwartet und fällt damit für Mitteleuropa fast komplett in die Tagstunden.
Die meisten Meteore wird man am Morgen des 13.08.2019 kurz vor Einsetzen der Morgendämmerung beobachten können. Dabei stört jedoch das Licht des zunehmenden, fast vollen Mondes, welcher erst mit Beginn der astronomischen Morgendämmerung untergeht. Man wird deshalb nur die hellsten Sternschnuppen zu sehen bekommen.  
Der Ursprungskörper der Perseiden ist der Komet 109P/Swift-Tuttle. Ein kurzperiodischer Komet (Umlaufzeit um die Sonne: 133 Jahre), der erst wieder im Jahre 2126 zu sehen sein wird.

Bild: Der wandernde Radiant der Perseiden durch das Sternbild Perseus (Quelle: Wikipedia)