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Nachdem in den Monaten Februar und März keine besonders ergiebigen Sternschnuppenströme zu sehen waren, ist im Monat April wieder ein stärkerer Sternschnuppenstrom zu beobachten: Die Lyriden (auch April-Lyriden genannt).Lyriden
Wie der Name schon sagt, ist der Radiant des Stroms im Sternbild Leier (lat. Lyra) zu finden.
Der Strom ist etwa vom 16. bis zum 25.04. aktiv. Sein Maximum 2018 wird mit einer Rate von bis zu 18 Sternschnuppen je Stunde am 22. April gegen 20:00 MESZ erwartet. Zu dieser Zeit ist es aber in Mitteleropa noch Tag. Der Mond zeigt zudem dieses Jahr am 22./23. April eine zunehmende Sichel und geht erst gegen 3:00 Uhr morgens unter. Somit sind die Beobachtungsbedinungen - sofern das Wetter mitspielt - in den frühen Morgenstunden des 23.04 am besten.

Gelegentlich gibt es starke Schwankungen in der Sternschnuppenrate der Lyriden - so z.B. 1982 mit 90 Meteoren/Stunde. Damals wurden kurzzeitig bis zu 300 Sternschnuppen pro Minute registriert.
Ein anderer nennenswerter Aktivitätsanstieg fand im Jahr 1922 ebenfalls mit 90 Meteoren/Stunde statt.

Der Ursprung der Lyriden sind die Staubteilchen auf der Bahn des Kometen C/1861 G1 (Thatcher), eines Kometen mit einer Sonnenumlaufzeit von 415 Jahren.

Die ersten schriftlichen Belege für diesen Sternschnuppenstrom stammen aus dem Jahre 687 v. Chr. aus chinesischen Quellen. Man berichtete davon, dass Sterne wie Regen vom Himmel fielen.

Bild: Radiant Lyriden Erstellt mit Stellarium, Quellen: Wikipedia, Vereinigung der Sternenfreunde

Auch dieses Jahr hat die Berger Sternwarte wieder am deutschlandweiten Astronomietag teilgenommen. Am Samstag, den 24. März 2018 öffneten wir um 14 Uhr unser Gelände an der Lindenallee für alle interessierten Besucher.

180324 Astrotag2018 Plakat

Am frühen Nachmittag ging es zunächst um die Sonne. Mit verschiedenen Spezialteleskopen konnten unsere Gäste die Oberfläche des Tagesgestirns genauer anschauen. Leider war an diesem Tag kein einziger Sonnenfleck sichtbar, aber am Rand zeigte sich deutlich eine Protuberanz - ein ringförmiger Materiestrom.

Auch für unsere kleinen Gäste gab es wieder ein besonderes Programm. Unter Anleitung unserer Mitglieder wurden Sonnenuhren und kleine Galileo-Teleskope gebastelt.

180324 Astrotag2018 Basteln

In einer abgedunkelten Beobachtungshütte konnten unsere Besucher ihr Wissen bei einem Computer-Astroquiz unter Beweis stellen und an einem großen Bildschirm eine Videopräsentation über die totale Sonnenfinsternis 2017 in den USA sehen.

Nach Sonnenuntergang zeigten sich die ersten Objekte des Abendhimmels. Ab 19 Uhr konnte am Westhorizont der Planet Venus beobachtet werden. Beim Planeten Merkur war das schon etwas schwieriger. Wolkenbänder versperrten immer wieder die Sicht, so dass die Sichel des sonnennächsten Planeten immer nur für einige Sekunden in den Fernrohren erkennbar war.

Mit zunehmender Dunkelheit zeigten sich immer mehr Sterne und die zahlreichen Besucher ließen sich die wichtigsten Sternbilder des Frühlingshimmels erklären. Um 19:45 wurde gemeinsam ein Überflug der internationalen Raumstation ISS am Südhorizont beobachtet und mit vielen "Ahs" und "Ohs" kommentiert.

Auch der zunehmende Mond fand sehr großes Interesse. Einige Gäste versuchten sich sogar als Astrofotografen und machten beachtliche Handyaufnahmen des Erdtrabanten durch unsere Teleskope.

180324 Astrotag2018 Mond

Dieses Jahr gab es eine ganz besondere Station. Eines unserer Teleskope war mit einem speziellen Diffraktionsgitter ausgestattet, mit dem das Licht eines Sterns in die einzelnen Farbbestandteile zerlegt wurde. Das resultiere charakteristische Farbspektrum konnte dann direkt im Okular betrachtet werden. Anhand dieses Spektrums wurde den Besuchern erklärt, wie Astronomen die Zusammensetzung und Temperaturen von Sternen bestimmen.

Schließlich widmeten wir uns dem eigentlichen Motto des diesjährigen Astronomietages, dem "geheimen Leben der Sterne".

Anhand markanter Vertreter des Nachthimmels wurden die verschiedenen "Lebensphasen" der Sterne erklärt. Von der „Geburt“ eines Sterns aus Gas und Staub mit dem prominenten Orionnebel als Beispiel. Über die „Sternenkindergärten“ der offenen Sternhaufen mit den berühmten Plejaden im Stier. Und selbst das Ende eines Sterns konnten die Besucher im Teleskop erfahren: mit dem „Eskimo-Nebel“ in den Zwillingen als Vertreter der Planetarischen Nebel und mit dem Supernova-Überrest M 1 im Stier.

Um 23 Uhr traten die letzten Besucher zufrieden ihren Heimweg an. Auch dem Team der Berger Sternwarte hat es wieder sehr gut gefallen. Das nächste Mal sind wir auf jeden Fall wieder dabei!

Auch wenn im September nur noch der Planet Saturn am Abendhimmel freiäugig zu sehen ist, tummeln sich am Morgenhimmel gleich drei helle Planeten.
Zu ihnen gesellt sich am 18.09. noch die schmale Mondsichel:

So könnte der Morgenhimmel am 18.09. gegen 6:40 Uhr bei klarer Sicht auf den Osthorizont aussehen:Planeten am Morgenhimmel des 18.09.2017

Den Himmel dominiert die helle Venus, darunter die schmale Mondsichel.
Knapp über dem Horizont sind die Planeten Mars und Merkur.
Der helle Stern direkt oberhalb des Mondes ist Regulus, der hellste Stern im Sternbild Löwe.
Ein schöner Anblick für Frühaufsteher!

Das Bild wurde erstellt mit der Freeware Stellarium.
(Klicken Sie auf einfach das Bild um es größer zu sehen)

Am Montag, den 07.08.2017, findet am Abend eine partielle Mondfinsternis statt.
In Berg und Umgebung sind die Beobachtungsbedingungen der Finsternis aber leider sehr ungünstig.
Bei der maximalen Verfinsterung  gegen 20:22 Uhr MESZ (=Mitteleuropäische Sommerzeit) ist der Mond bei uns noch nicht aufgegangen.
Der Mond geht in Aufkirchen erst rund 10 Minuten später, um 20:31 Uhr MESZ auf.

Schon um 21:18 Uhr MESZ, also kurz nach Sonnenuntergang (21:16 Uhr MESZ) endet die Kernschattenphase, in der man eine deutliche Verfinsterung der Mondscheibe wahrnemen kann.

Der Austritt aus dem Halbschatten der Erde findet dann zwar erst gegen 22:50 Uhr statt - diese Halbschattenphase ist aber sehr unscheinbar und wird wohl nur sehr schwach sichtbar sein.

Bis 21:18 Uhr, wenn der "angeknabberte" Mond knapp über dem Horizont steht, könnte man in der Gegendämmerung tatsächlich die Finsternis beobachten.
Dazu brauchen Sie aber unbedingt einen Standort mit freiem Blick zum Südost-Horizont, denn selbst am Sichtbarkeitsende der Halbschattenphase steht der Mond gerade einmal 16 Grad hoch.
Dann muss natürlich auch noch das Wetter mitspielen, damit Sie klare Horizontsicht haben.
Sehr ungünstige Bedingugen also.

Sollte Ihnen eine Beobachtung dieses mal nicht möglich sein, dann unser Tipp:
Schon nächstes Jahr am Abend des 27.07.2018 können Sie wieder eine totale Mondfinsternis erleben, natürlich nur, sofern das Wetter es zuläßt.

Am 16. September 2016 findet eine eher unscheinbare Halbschattenfinsternis des Mondes statt. Dabei tritt der Mond um 18:53 Uhr in den Halbschatten der Erde ein und verläßt diesen wieder um 22:54 Uhr. Der Beginn der Finsternis ist in Berg nicht zu sehen, da der Mond erst um 19:30 Uhr aufgeht.
Aber selbst im Maximum der Verfinsterung um 20.54 Uhr, wird man nur eine sehr schwache Verdunkelung des Mondes ausmachen können.