Aktuelles

Am 16. September 2016 findet eine eher unscheinbare Halbschattenfinsternis des Mondes statt. Dabei tritt der Mond um 18:53 Uhr in den Halbschatten der Erde ein und verläßt diesen wieder um 22:54 Uhr. Der Beginn der Finsternis ist in Berg nicht zu sehen, da der Mond erst um 19:30 Uhr aufgeht.
Aber selbst im Maximum der Verfinsterung um 20.54 Uhr, wird man nur eine sehr schwache Verdunkelung des Mondes ausmachen können.

Am 9. Mai 2016 konnte in Berg ein seltenes Himmelsphänomen beobachtet werden: ein Merkurtransit. Der innerste Planet Merkur befand sich dabei für einige Stunden genau zwischen Erde und Sonne.

Los ging es um genau 13:12 Uhr. Am linken Rand der Sonnenscheibe erschien ein kleiner schwarzer Schatten, der langsam nach rechts unten wanderte.

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Über 30 Mitglieder und Besucher beobachteten das Ereignis mit den zahlreichen Sonnenteleskopen der Sternwarte.

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Ab 16 Uhr zog der Himmel langsam zu und es wurde immer schwieriger, den Planeten vor der Sonnenscheibe zu erkennen. Das hatte aber keinen Einfluß auf die gute Stimmung an der Lindenallee!

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Für alle, die das Ereignis verpasst haben, gibt es einen kleinen Trost: Am 11. November 2019 wäre die nächste Gelegenheit, einen Merkurtransit zu sehen!

(Fotos: Hans-Christian Lemm, Benno Ruhdorfer)

Seit Mitte Oktober 2015 steht unseren Mitgliedern und Besuchern ein neues Teleskop zur Verfügung. Mit einer Öffnung von 16 Zoll (40 cm) und einer Brennweite von 4 Metern handelt es sich um das leistungsfähigste optische Instrument, dass je auf der Sternwarte Berg eingesetzt wurde!

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Das Schmidt-Cassegrain Spiegelteleskop LX200 der Firma Meade ist eine Spende des ehemaligen Leiters der Münchner Sternwarte, Peter Stättmayer. Er betrieb das Gerät über viele Jahre in seiner privaten Beobachtungshütte in Herrsching am Ammersee. Nach Auflösung der Station stellte er unserer Sternwarte das Teleskop - inklusive einer tragfähigen Montierung - zur Verfügung. Im Gegenzug beteiligten sich unsere Mitglieder am Abriss des alten Gebäudes.

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In den letzten Monaten wurde das Gerät umfangreich umgebaut und die Berger Rolldachhütte für das neue Teleskop vorbereitet. So wurde die Montierung mit neuen Motoren und einer dazu passenden Steuerung ausgestattet und in der Hütte ein neuer Betonsockel gegossen.

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Nach Montage, umfangreicher Justage und Tests ist unser neues Flaggschiff mit dem Namen "Peter 16" jetzt einsatzbereit. Wir freuen uns darauf, unseren Besuchern den Himmel über Berg jetzt noch näher bringen zu können!  

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Fotos: Benno Ruhdorfer

 

Nachdem im September keine nennenswerten Sternschnuppenströme aufgetaucht sind, könnte sich das im Oktober wieder ändern.

Radiant der DraconidenVom 6. bis 10. Oktober sind die Draconiden aktiv. Das Maximum dieses Stromes, das am 8. Oktober zu erwarten ist, zeigt aber sehr unterschiedliche Fallraten. Der Radiant des Stromes liegt im "Kopf" des Sternbildes Drache, das in Mitteleuropa zirkumpolar ist.
Der Mutterkörper des Sternschnuppenstromes ist der Komet 21P/Giacobini-Zinner, dessen Bahn die Erdbahn nahezu kreuzt. Alle 13 Jahre (jede zweite Umlaufperiode des Kometen) kommt es dazu, dass sich die Erde durch die Teilchenwolke des Kometen bewegt. Dann können - wie in den Jahren 1933, 1946, 1985 und 1998 - erhöhte Fallraten von mehreren tausend Meteoren pro Stunde auftreten.

 

Ein weiterer recht verlässlicher Meteorstrom ist vom 2. Oktober bis 7. November aktiv - die Orioniden, deren Radiant im Sternbild Orion zu finden ist. Während des Maximums vom 19. bis 23. Oktober, ist mit durchnittlich 20 Meteoren pro Stunde zu rechnen. Ursprungskörper dieses Stromes ist der Halleysche Komet (Umlaufzeit ca. 76 Jahre).

 

 

Quelle und Bild: WIKIPEDIA.DE

Nach über 7 Jahren war es endlich wieder soweit: In der Nacht von Sonntag auf Montag, dem 28. September war über Deutschland eine totale Mondfinsternis zu sehen!

Zeitgleich fand ein weiteres besonderes Ereignis statt. Unser Erdtrabant befand sich am Montag Morgen in Erdnähe. Damit erschien er uns etwa 14% größer als in seiner erdfernsten Position. Man spricht hier auch vom "Supervollmond".

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(Foto: Benno Ruhdorfer) 

Aus diesem Grund öffnete die Sternwarte am Montag Morgen von 3 Uhr bis 6 Uhr. Auf Frühaufsteher wartete folgender Zeitplan:

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Trotz ungewohnter Zeit und ungemütlicher Temperatur versammelten sich rund 20 Gäste und Mitglieder auf dem Gelände, um das Himmelsschauspiel zu beobachten. Es passte alles: absolut klarer Himmel, sehr gute Stimmung und nette Gäste.

Während der Totalität war der Mond als rötliche Scheibe über dem südwestlichen Himmel zu sehen. Die Farbe des "Blutmonds" stammte von langwelligem Sonnenlicht, das von der Erdatmosphäre in den Mondschatten gelenkt wurde.

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(Foto: Benno Ruhdorfer

Mit Einbruch der Morgendämmerung gab es auch noch drei weitere Nachbarn unseres Sonnensystems am östlichen Horizont zu bewundern: Die Planeten Venus, Mars und Jupiter!

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(Foto: Rüdiger Wolf-Sebottendorff

Übrigens, wer auf die nächste totale Mondfinsternis warten will, muss etwas Geduld haben: erst im Juli 2018 ist es wieder soweit...