Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im Juli 2020

 Sterne

Blickt man an einem Juli-Abend ab etwa 22 Uhr in Richtung Norden, fällt zunächst der Große Wagen auf, dessen Deichsel steil nach oben zeigt. Rechts davon befindet sich der Kleine Wagen mit dem Polarstern am unteren Ende. Verlängert man die geschwungene Deichsel des Großen Wagens in Richtung Süden, trifft man auf den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter. Nicht weit davon entfernt ist am Südwesthorizont das Sternbild Jungfrau mit dem Hauptstern Spika zu finden.

Nahe des Zenits kann man die halbkreisförmige Nördliche Krone mit dem auffälligen Stern Gemma und das Sternbild des griechischen Helden Herkules erkennen.

Am südlichen Horizont zeigen sich im Sommer zwei besonders eindrucksvolle Sternbilder. Der Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, dessen Form an einen Teekessel erinnert.

Im Osten fallen drei besonders helle Sterne auf: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Diese drei entfernten Sonnen bilden das markante Sternmuster des Sommerdreiecks.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Schon in den ersten Julitagen seht der flinke Planet Merkur in seiner unteren Konjunktion. (Er steht von der Erde aus gesehen vor der Sonne). Er wandert schnell westwärts und erreicht schon am 22. Juli seine größte westliche Elongation von etwa 20°. Daraus resultiert eine relativ gute Morgensichtbarkeit. Am 20. Juli steht er gegen Ende der bürgerlichen Dämmerung (Sonnenstand -6°, etwa gegen 4:55 Uhr) schon mehr als 5° über dem NO-Horizont. Am 27.7. erreicht er dann eine Maximalhöhe von rund 7°. Seine Helligkeit nimmt immer mehr zu und erreicht am Monatsende einen Wert von etwa -0.7mag.

Venus steht weiterhin am Morgenhimmel und erreicht in den nächsten Monaten einen immer größeren Horizontabstand. Im Juli erreicht sie am Monatsanfang gegen Ende der bürgerlichen Dämmerung (Sonnenstand -6°) nur wenige Grad, steigert sich aber dann bis zum Monatsende auf knapp 23° Horizontabstand. Am 7. Juli strahlt sie mit einer Helligkeit von -4,7mag in ihrem "größten Glanz".

Mars wandert im Juli vom Sternbild Fische in den Walfisch. Seine Aufgänge verfrühen sich von knapp 1:00 Uhr auf etwa 23:30 Uhr am Monatsende. Im gleichen Zeitraum nimmt seine Helligkeit von etwa -0,6mag auf -1.1mag zu.

Jupiter erreicht am 14. Juli seine Oppositionsstellung (Er steht auf einer Linie mit Sonne und Erde) und ist als -2.8mag heller Punkt die ganze Nacht zu sehen. Es ist also die beste Zeit den Planeten mit seinen Oberflächendetails, wie der ausgeprägten Bänderstruktur der Atmosphäre und den "Großen Roten Fleck", einem Sturmsystem der schon vor gut 400 Jahren entdeckt wurde, zu beobachten. Auch das Spiel seiner Monde läßst sich jetzt sehr gut beobachten. Leider fällt sein Horizontabstand mit knapp 18° nur sehr gering aus und damit sind die Beobachtungsbedingungen durch die dichte horizontnahe Athmosphäre nicht optimal.

Saturn steht am 20. Juli in seiner Oppositionsstellung. Das bedeutet, dass er sich auf einer Linie mit Sonne und Erde befindet und somit die ganze Nacht zu sehen ist. Durch seine höchste Höhe über dem Südhorizont von leider nur ca. 20°, sind die Beobachtungsbedingungen wie beim Jupiter nicht optimal.
Aber bei ruhiger Luft kann man wieder Saturns faszinierendes Ringsystem beobachten - ein atemberaubendes Erlebnis.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Juni 2020

Sterne

Der Juni ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Die Region oberhalb von Schütze und Skorpion fällt durch ihre Sternleere auf: Hier verbergen sich der SchlangenträgerSchlange und darüber Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Der Große Bär ist nur noch teilweise am Firmament zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:   

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre   
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre   
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre   
  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34.000 Lichtjahre  
  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7.000 Lichtjahre
  • M5: Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange, Entfernung: 26.000 Lichtjahre   
  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre   
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre   
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre   
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre   
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Der flinke Planet Merkur setzt seine Abendsichtbarkeit vom Mai im Juni fort. Am 4. Juni erreicht er seine größte östliche Elongation, er erreicht einen Winkelabstand zur Sonne von 23,6°.
Am Monatsersten erreicht er zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonnenstand -6°) eine Höhe von etwa 10° über dem Westhorizont. Bis zur Monatsmitte verringert sich aber sein Horizontabstand soweit, dass er in der Helligkeit der Dämmerung verschwindet,

Venus erreicht am 3. Juni ihre untere Konjunktion. Das bedeutet, dass sie von der Erde aus betrachtet am Taghimmel vor der Sonne steht und nicht beobachtbar ist. Doch schon ab 20. Juni kann Venus mit einem Fernglas gegen Ende der bürgerlichen Dämmerung (etwa 4:25 Uhr) am nordöstlichen Morgenhimmel etwa 2-3° hoch über dem Horizont erspäht werden. Diese Morgensichtbarkeit setzt sich bis Anfang 2021 dann fort. Am Monatsende erreicht sie dann schon um die gleiche Zeit eine Höhe von rund 8° und ist mit ihrer enormen Helligkeit von etwa -4,7mag nicht zu übersehen.

Mars ist ebenso ein Objekt des Morgenhimmels. Im Sternbild Wassermann stehend, verfrühen sich seine Aufgänge von etwa 2:20 Uhr auf etwa 1:00 Uhr. Im gleichen Zeitraum steigert er seine Helligkeit von ca. -0,1mag auf etwa -0,5mag.

Jupiter entwickelt sich immer mehr zum Planeten der ganzen Nacht. Geht er am Monatsanfang noch gegen 0:17 auf, verschiebt sich diese Zeit bis zum Monatsende auf etwa 22:15 Uhr. Am 14. Juli erreicht er dann seine Oppositionsstellung (Sonne-Erde-Jupiter stehen dann in einer Linie). Mit einer Helligkeit von rund -2,7mag  ist Jupiter aber auch schon im Juni nach dem Mond das hellste Objekt am Abendhimmel. Leider erreicht er nur eine maximale Höhe von rund 18° über dem Südhorizont, da die Ekliptik (scheinbare Bahn der Sonne und der Planeten am Himmel) in den Sommermonaten recht flach am Südhorizont liegt. Jetzt beginnt die beste Zeit den Planeten und das Spiel seiner Monde zu beobachten.

Saturn erreicht am 21. Juli seine Oppositionsstellung. Im Juni ist er somit dem Planeten Jupiter fest auf den Fersen, sein Abstand zu Jupiter bleibt bei 5 - 6°. Am Monatsanfang geht der 0,1 mag helle Saturn gegen 00:30 Uhr auf, am Monatsende dann schon gegen 22:30 Uhr. Auf seiner Bahn erreicht er aber keine nennenswerte Höhe über dem Südhorizont, wie das auch bei Jupiter der Fall ist. 

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Mai 2020

Sterne

Zu Beginn der Nacht ist der Grosse Wagen, der ein Teil des Sternbilds Grosser Bär ist, im Zenit zu finden. Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren zwei Kastensterne etwa fünfmal nach Norden, trifft man im Sternbild Kleiner Wagen auf einen besonderen Stern: Polaris, auch Polarstern genannt. Etwas westlich davon schlängelt sich das eher unscheinbare Sternbild Drache am Himmel.

Blickt man weiter nach Westen, kann man noch die typischen Sterne und Konstellationen des Winters erkennen: Kapella im Sternbild Fuhrmann und Castor und Pollux, die die Köpfe des Sternbilds Zwillinge darstellen.

Verfolgt man den Tierkreis Richtung Süden, trifft man auf bekannte Sternbilder: Den Krebs mit dem Sternhaufen Krippe oder Praesepe, den Löwen mit dem hellen Stern Regulus und die Jungfrau mit der entfernten Sonne Spika.

Im Südosten fällt der rötliche Stern Arkturus im Sternbild Bootes auf. Er bildet zusammen mit Spika und Regulus das Frühlingsdreieck.

Über dem Osthorizont zeigen sich schliesslich die Sternbilder Nördliche Krone mit seinem hellen Stern Gemma sowie die Sternbilder Herkules und Leier.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Katzenaugennebel NGC6543: Planetarischer Nebel im Sternbild Drache, Entfernung: 3200 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht am 4. Mai seine obere Konjunktion, das bedeutet, dass er an diesem Tag von der Erde aus gesehen hinter der Sonne steht und nicht beobachtet werden kann. Schon ab dem 16. Mai ergibt sich eine Abendsichtbarkeit des sonnennächsten Planeten. So steht dann Merkur zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (etwa 21:40 Uhr) schon 5° über dem WNW-Horizont. Bis zum Monatsende nimmt der Horizontabstand sogar noch auf fast 10° zu. Seine Helligkeit nimmt aber im gleichen Zeitraum von -1.0mag auf 0.2mag ab, da uns der Planet immer mehr seine unbeleuchtete Seite zuwendet. Das Auffinden Merkurs wird diesen Monat durch die Nähe der hellen Venus erleichtert - am 22. Mai steht sie nur 1,2° nördlich von Merkur.

Die Venus beendet im Mai ihren Auftritt als Abendstern. Sie wandert schnell in Richtung Sonne und erreicht am 3. Juni ihre untere Konjunktion (sie steht dann von der Erde aus gesehen vor der Sonne). Am Monatsanfang geht sie noch gegen 0:30 Uhr unter, am Ende des Monats dann aber schon gegen 21:50 Uhr, also in der noch hellen Abenddämmerung. Gleichzeitig fällt ihre Helligkeit von -4,7mag auf etwa -4.0mag am Monatsende ab.

Der rote Planet Mars wandert am Morgenhimmel vom Sternbild Steinbock in den Wassermann. Am Monatsanfang geht er kurz nach 3:30 Uhr auf, am Monatsende so gegen 2:20 Uhr.

Der Riesenplanet Jupiter etwickelt sich im Mai immer mehr zum Planeten der zweiten Nachthälfte. Sein Aufgang verfrüht sich von 02:20 Uhr Anfang des Monats auf knapp 0:20 Uhr am Monatsende. Am 14. Juni beginnt er dann mit seiner diesjärigen Oppositionsschleife.
Eine Beobachtung mit dem Teleskop lohnt sich: Schon mit einem kleinen Teleskop kann man das Spiel seiner hellsten Monde, die Bänderstrukturen in seiner Athmosphäre und mit etwas Glück sogar den Großen Roten Fleck, ein gewaltiges Sturmtief auf seiner Oberfläche, beobachten.

Auch der Ringplanet Saturn entwickelt sich im Mai zum Planeten der zweiten Nachthälfte - Er steht 5° östlich von Jupiter im Sternbild Steinbock und steigt nur gut 15 Minuten nach Jupiter im Südosten über den Horizont. Am 11. Mai beginnt der 0,4mag helle Planet seinerseits seine diesjährige Oppositionsschleife.
Auch bei Saturn lohnt sich schon eine Beobachtung mit dem Teleskop. Das Planetenscheibchen ist etwa 17,5 Bogensekunden groß und das ihn umgebende Ringsystem gut 20° geöffnet.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im April 2020

Sterne

Blicken wir an einem Aprilabend nach Norden, fällt besonders der markante Grosse Wagen auf. Zu dieser Jahreszeit erreicht er in den Abendstunden seine grösste Höhe, steht jedoch “auf dem Kopf”. Verlängert man die Strecke zwischen den hinteren beiden Kastensternen etwa fünfmal Richtung Horizont, so trifft man auf den Polarstern.

Im Westen verabschieden sich die Wintersternbilder von der Himmelsbühne. Stier, Orion und Grosser Hund sind nur noch am frühen Abend gut zu sehen.

Hoch am Himmel zeigen sich die Konstellationen Fuhrmann, Zwillinge und Krebs. Sie haben jetzt eine sehr gute Position für astronomische Beobachtungen.

Im Süden steht momentan das sehr ausgedehnte, aber relativ unauffällige Sternbild der Wasserschlange. Richtung Osten sind bereits die charakteristischen Sterne des Frühlings zu finden. Besonders sehenswert ist das sogenannte Frühlingsdreieck, das aus den hellen Sternen Spica in der Jungfrau, Arkturus im Bärenhüter (Bootes) und Regulus im Löwen aufgebaut ist.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M35: Offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2700 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der flinke Planet Merkur erreichte zwar am 24. März seinen größten westlichen Winkelabstand zur Sonne. Trozdem gewinnt Merkur wegen der flachen Ekliptik am Morgenhimmel nicht genügend Höhe um sich gegen die Morgendämmerung durchzusetzen.
Er bleibt den ganzen April mit dem freien Auge unbeobachtbar.

Venus ist im April weiterhin Abendstern und steht schon in der abendlichen Dämmerung unübersehbar hoch am Westhimmel. Bis zur Monatsmitte verspätet sich ihr Untergang auf etwa 0:45 Uhr, somit geht sie mehr als 4 Stunden nach der Sonne unter und erreicht in der Dämmerung eine höhe von bis zu 30° über dem Westhorizont. Am Monatsende erreicht sie dann mit -4,7mag ihre maximale Helligkeit.

Mars ist weiterhin am Morgenhimmel zu finden. Er bewegt sich im Sternbild Steinbock weiter ostwärts.
Seine Aufgangszeiten verfrühen sich im April von etwa 4:40 Uhr am Monatsanfang auf 3:40 Uhr am Monatsende wärend seine Helligkeit in diesem Zeitraum von 0,8mag auf 0,4mag ansteigt.

Der Riesenplanet Jupiter wandert im April langsam ostwärts durch das Sternbild Schütze. Mit einer Helligkeit von -2,2mag ist er zu Beginn der morgendlichen Dämmerung zwischen 14° und 17° über dem Südosthorizont zu finden. Am Monatsanfang geht der Riesenplanet  gegen 4:12 Uhr auf, am Monatsende dann schon gegen 2:26 Uhr.
Frühaufsteher mit Teleskop können sich, an dem bis zum Monatsende auf rund 40 Bogensekunden anwachsenden Planetenscheibchen und das Spiel seiner Monde, erfreuen.

Der Ringplanet Saturn befindet sich den ganzen April am Morgenhimmel im westlichen Teil des Sternbilds Steinbock.  Am Monatsanfang geht Saturn kurz nach 4:30 Uhr morgens auf, am Monatsende dann schon etwa gegen 2:40 Uhr morgens.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im März 2020

Sterne

Direkt unter dem Polarstern und dem Kleinen Bären findet man in diesem Monat die Sternbilder Kepheus und Drache.

Schwenkt man weiter nach Westen, fällt zunächst die W-förmige Struktur der Kassiopeia auf. In direkter Nachbarschaft kann man auch das Sternbild Perseus und die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei erkennen.

Genau im Westen befindet sich der aufrecht orientierte Kopf des Stiers. Auffällig ist sein rotes Auge, der 65 Lichtjahre entfernte rote Riesenstern Aldebaran. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich auch die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Auf dem linken Horn des Stiers ist ein weiteres markantes Sternbild förmlich „aufgespiesst“: Der Fuhrmann mit dem 42 Lichtjahre entfernten Stern Kapella. Mit einem Teleskop kann man in dieser Himmelsregion auch drei sehr auffällige offene Sternhaufen beobachten.

Weiter im Süden sind zwei dominante Wintersternbilder zu finden: Der antike Jäger Orion und der Große Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Etwas höher über dem Südhorizont sind drei Sternbilder des Tierkreises aufgereiht: Die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux, der Krebs mit dem prächtigen offenen Sternhaufen Praesepe und der Löwe mit dem über 70 Lichtjahre entfernten Stern Regulus.

Tief im Osten zeigen sich schon die Vorboten des Frühlings. Das Sternbild Jungfrau und der Bärenhüter, auch Bootes genannt, mit dem hellen Riesenstern Arkturus. Hoch im Nordosten finden wir schliesslich eine der bekanntesten Sternenformationen der nördlichen Hemisphäre: den Großen Wagen. Diese Struktur, die in Nordamerika auch "The big dipper" (deutsch: "Der große Löffel") genannt wird, ist Teil des ausgedehnten Sternbilds Großer Bär.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • Riegel: Mehrfachsternsystem im Sternbild Orion, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • Mizar/Alkor: Doppelstern im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 80 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht zwar am 24.03. seinen größten Sonnenabstand mit 27,8° in diesem Jahr (größte westliche Elongation), verschwindet aber im Glanze der morgendlichen Dämmerung, da er wegen der flach am Horizont liegenden Ekliptik nicht die nötige Höhe über dem Horizont erreicht. Er ist im März nicht mit dem unbewaffneten Auge sichtbar.

Die Venus bleibt in diesem Monat weiterhin Abendstern. Unübersehbar ist sie mit -4,5mag Helligkeit im März rund 4 Stunden am westlichen Abendhimmel zu sehen.

Mars hält sich im März weiterhin am Morgenhimmel auf. Dabei wandert er ostwärts duch das Sternbild Schütze. Am Monatsanfang geht er gegen 4:24 Uhr MEZ auf, am Monatsende dann gegen 4:40 Uhr MESZ. Oberflächendetails sind mit dem Teleskop auch mit hoher Vergrößerung noch nicht erkennbar. Dafür ist er noch zu weit von der Erde entfernt.

Der Riesenplanet Jupiter steht am frühen Morgenhimmel im südlichen Teil des Sternbildes Schütze. Am Monatsanfang geht er gegen 4:58 Uhr MEZ, am Monatsende dann schon gegen 4:16 Uhr MESZ auf. Mit einer Helligkeit von -2,0mag ist der größte Planet unseres Sonnensystems eine imposante Erscheinung am Morgenhimmel.

Der Ringplanet Saturn ist im März ebenfalls am Morgenhimmel sichtbar. Etwa um 5:25 Uhr MEZ geht er am Monatsanfang im Osten auf. Sein Aufgang verfrüht sich dann zum Monatsende bis auf etwa 4:16 Uhr MESZ.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) oder Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.
Am 29.3.2018 um 2:00 Uhr morgens (MEZ), wird die Zeit um eine Stunde auf 3:00 Uhr Sommerzeit (MESZ) vorgestellt.
Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.