Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im August 2017

Sterne

In den Augustabenden sinkt der Große Wagen täglich ein kleines Stück näher zum Nordhorizont. Gleichzeitig steigt das „Himmels-W“, die Kassiopeia, stetig Richtung Zenit. Fast genau zwischen diesen beiden markanten Sternbildern steht der Polarstern. Da sich dieser Stern nahezu in der Verlängerung unserer Erdachse befindet, ist seine Position am Himmel zu jeder Uhr- und Jahreszeit fast gleich. Unmittelbar darüber kann man bei dunklem Himmel die Sternbilder Kepheus und Drache finden. Beim Blick Richtung Westen fällt der helle Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter auf. Hier handelt es sich um einen Roten Riesen, der etwa 37 Lichtjahre von uns entfernt ist. Tief im Süden zeigen sich im August die Sternbilder Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, in dessen Nähe sich sehr viele interessante Sternhaufen und Galaktische Nebel befinden. In ländlichen Gegenden, ohne störende Lichtquellen, kann man ein helles breites Band am Himmel erkennen, das vom Schützen im Süden, über den Schwan und die Leier im Zenit, bis zur Kassiopeia im Nordosten verläuft. Das ist die Milchstrasse - unsere Heimatgalaxie! Im Osten zeigen sich bereits Vorboten des Herbstes: Die Sternbilder des Himmelspferdes Pegasus und der äthiopischen Prinzessin Andromeda.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M24: Kleine Sagittariuswolke, Sternwolke im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M22: Kugelsternhaufen im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist im August nicht beobachtbar. Am 28. August erreicht der flinke Planet seine untere Konjunktion - er befindet sich dann auf seiner Bahn zwischen Erde und Sonne.
Durch die Neigung der Merkurbahn gegenüber der Erdbahn, kann Merkur aber nicht wie bei einem Merkurtransit vor der Sonnenscheibe beobachtet werden. Ein solcher Transit wird erst wieder am 11. November 2019 zu beobachten sein.

Die Venus bleibt im August Morgenstern. Der -3,9 bis -4,0mag helle Planet geht am 1.8. gegen 2:45 Uhr, am 31.8. erst gegen 3:35 Uhr morgens auf.

Der Planet Mars steht zu nahe an der Sonne um beobachtet werden zu können.

Der Riesenplanet Jupiter beendet im August seinen Himmelsauftritt. Schon ab Mitte des Monats ist er nur noch in der abendlichen Dämmerung zu finden und gegen Ende des Monats kann er nicht mehr beobachtet werden.
Sein Untergang verfrüht sich von ca. 23:20 Uhr am 1. August auf etwa 21:30 Uhr am Monatsende.
Somit ist jetzt ist die letzte Möglichkeit den Planeten dieses Jahr am Abendhimmel zu sehen!

Der Ringplanet Saturn ist im August schon in der Abenddämmerung am Südhimmel zu finden. Leider erreicht das ca. 17 Bogensekunden kleine Planetenscheibchen nur eine maximale höhe von 17° über dem Südhorizont - dafür sind aber die Ringe mit 26,8° fast maximal geöffnet. Saturn ist immer wieder eine Beobachtung wert. Am Monatsanfang geht er gegen 2:15 Uhr unter. Am Monatsende ist sein Untergang dann schon gegen 0:15 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat August  (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags ab 21:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Juli 2017

 Sterne

Blickt man an einem Juli-Abend ab etwa 22 Uhr in Richtung Norden, fällt zunächst der Große Wagen auf, dessen Deichsel steil nach oben zeigt. Rechts davon befindet sich der Kleine Wagen mit dem Polarstern am unteren Ende. Verlängert man die geschwungene Deichsel des Großen Wagens in Richtung Süden, trifft man auf den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter. Nicht weit davon entfernt ist am Südwesthorizont das Sternbild Jungfrau mit dem Hauptstern Spika zu finden.

Nahe des Zenits kann man die halbkreisförmige Nördliche Krone mit dem auffälligen Stern Gemma und das Sternbild des griechischen Helden Herkules erkennen.

Am südlichen Horizont zeigen sich im Sommer zwei besonders eindrucksvolle Sternbilder. Der Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, dessen Form an einen Teekessel erinnert.

Im Osten fallen drei besonders helle Sterne auf: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Diese drei entfernten Sonnen bilden das markante Sternmuster des Sommerdreiecks.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur ist im Juli nicht beobachtbar. Er erreicht zwar am 30.07. einen beachtlichen Winkelabstand von 27°12' zur Sonne, ist aber wegen seiner in unseren Breiten geringen Höhe über dem Horizont längst in den dichten horizontnahen Luftschichten verschwunden, bevor es so dunkel wird, dass man ihn überhaupt sehen könnte.

Venus bleibt weiterhin Morgenstern. Sie wandert durch das Sternbild Stier und wechselt nach einem zweitägigen Abstecher in den nördlichen Teil des Orion am 31.07 ins Sternbild Zwillinge.
Die Aufgangszeiten verändern sich kaum. Am Monatsanfang geht sie gegen 2:50 Uhr auf, am Monatsende dann gegen 2:45 Uhr. Die Helligkeit nimmt um 0,2mag auf -4,0mag ab. Damit ist die Venus das hellste Himmelsobjekt nach Sonne und Mond.

Der Planet Mars ist im Juli nicht zu sehen. Er erreicht am 27.07. seine Konjunktionsstellung (er steht von der Erde aus gesehen hinter der Sonne) und wird erst wieder im September am Morgenhimmel sichtbar.

Jupiter ist weiterhin am westlichen Abendhimmel zu sehen. Er steht im Sternbild Jungfrau, nahe dem hellen Stern Spica. Am Monatsanfang geht er gegen 1:20 Uhr unter, am Monatsende dann schon gegen 23:20 Uhr. Höchste Zeit also, um noch einen Blick auf den größten Planeten des Sonnensystems mit seinen faszinierenden Monden zu werfen!

Saturn ist am Abend über dem südlichen Horizont zu finden. Er befindet sich im Sternbild Schlangenträger. Zu Monatsbeginn geht er gegen 4:20 Uhr unter, am Monatsende dann schon gegen 2:20 Uhr. Nun ist die Beste Zeit am Abend mit einem Feldstecher oder einem Teleskop den Anblick seines Ringsystems zu genießen.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass die Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Juni 2017

Sterne

Der Juni ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Die Region oberhalb von Schütze und Skorpion fällt durch ihre Sternleere auf: Hier verbergen sich der SchlangenträgerSchlange und darüber Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Der Große Bär ist nur noch teilweise am Firmament zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:   

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre   
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre   
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre   
  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34.000 Lichtjahre  
  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7.000 Lichtjahre
  • M5: Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange, Entfernung: 26.000 Lichtjahre   
  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre   
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre   
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre   
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre   
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur steht im Juni zu nahe an der Sonne - er ist diesen Monat nicht sichtbar. Am 21. Juni erreicht er seine obere Konjunktion. Von der Erde aus gesehen, steht Merkur dann genau hinter der Sonne.

Venus ist weiterhin Morgenstern. Am Monatsanfang geht sie gegen 3:30 Uhr auf, am Monatsende dann schon gegen 3:00 Uhr morgens. Die Helligkeit nimmt dabei von ca. -4,5mag auf -4,2mag leicht ab.

Mars erreicht im Juli seine Konjunktionsstellung. Das bedeutet, dass er von der Erde aus genau hinter der Sonne steht. Er ist bis September für das blose Auge nicht sichtbar.

Jupiter ist der Planet der ersten Nachthälfte. Der Riesenplanet steht schon in der Abenddämmerung mehr als 30° über dem Südhorizont und verlegt seine Untergänge von etwa 3:15 Uhr  am 1. Juni auf etwa 1:15 Uhr Ende Juni. Mit einer Helligkeit von rund -2,3mag bis -2,1mag, ist er nach dem Mond das hellste Objekt am Abendhimmel. Somit ist jetzt die beste Zeit den Planeten und das Spiel seiner Monde zu beobachten.

Saturn erreicht am 15. Juni seine Oppositionsstellung. Dabei steht der Planet auf einer Linie mit der Sonne und der Erde. Es ist auch der geringste Abstand zur Erde. Am Monatsanfang geht der 0,1 mag helle Saturn gegen 22:30 Uhr auf, am Monatsende dann schon gegen 21:30 Uhr. Auf seiner Bahn erreicht er aber nur eine maximale Höhe von etwa 18° über dem Südhorizont.
Wer einen Blick auf den Ringplaneten werfen möchte, hat diesen Monat die Möglichkeit dazu.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Mai 2017

Sterne

Zu Beginn der Nacht ist der Grosse Wagen, der ein Teil des Sternbilds Grosser Bär ist, im Zenit zu finden. Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren zwei Kastensterne etwa fünfmal nach Norden, trifft man im Sternbild Kleiner Wagen auf einen besonderen Stern: Polaris, auch Polarstern genannt. Etwas westlich davon schlängelt sich das eher unscheinbare Sternbild Drache am Himmel.

Blickt man weiter nach Westen, kann man noch die typischen Sterne und Konstellationen des Winters erkennen: Kapella im Sternbild Fuhrmann und Castor und Pollux, die die Köpfe des Sternbilds Zwillinge darstellen.

Verfolgt man den Tierkreis Richtung Süden, trifft man auf bekannte Sternbilder: Den Krebs mit dem Sternhaufen Krippe oder Praesepe, den Löwen mit dem hellen Stern Regulus und die Jungfrau mit der entfernten Sonne Spika.

Im Südosten fällt der rötliche Stern Arkturus im Sternbild Bootes auf. Er bildet zusammen mit Spika und Regulus das Frühlingsdreieck.

Über dem Osthorizont zeigen sich schliesslich die Sternbilder Nördliche Krone mit seinem hellen Stern Gemma sowie die Sternbilder Herkules und Leier.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Katzenaugennebel NGC6543: Planetarischer Nebel im Sternbild Drache, Entfernung: 3200 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht in unseren Breiten im Mai nicht den nötigen Horizontabstand vor Sonnenaufgang, um sich gegen die helle Dämmerung durchzusetzen. Er ist im Mai nicht beobachtbar.

Die Venus  ist weiterhin Morgenstern. Sie kann sich mit ihrer Helligkeit von etwa -4,6mag, trotz der flach am Osthorizont liegenden Ekliptik, gegen die Morgendämmerung durchsetzten. Sie geht am Monatsanfang gegen 4:30 Uhr, am Monatsende dann bereits gegen 4:00 Uhr auf und ist dann jeweils etwa eine dreiviertel Stunde zu sehen.

Der rote Planet Mars beendet nun seinen Himmelsauftritt. Nur an den ersten Maiabenden kann man den Roten Planeten bei guten Bedingungen noch knapp über dem Westhorizont als blasses Lichtpünktchen erkennen.

Der Riesenplanet Jupiter ist schon am Abend gut zu sehen. Bereits in der Abenddämmerung (Monatsanfang ca 21:00 Uhr, Monatsende 21:30 Uhr) erscheint der Planet, der mit -2,4mag nach Sonne, Mond und Venus das hellste Gestirn am Nachthimmel ist. Gute Bedingungen also, den Planeten und das Spiel seiner Monde zu beobachten.

Der Ringplanet Saturn erreicht im Juni seine Oppositionsstellung und ist derzeit zwischen den Sternbildern Schütze und Skorpion zu finden. Am Monatsanfang steigt der Planet gegen 0:45 Uhr im Südosten über den Horizont - am Monatsende dann schon gegen 22:30 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.
Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im April 2017

Sterne

Blicken wir an einem Aprilabend nach Norden, fällt besonders der markante Grosse Wagen auf. Zu dieser Jahreszeit erreicht er in den Abendstunden seine grösste Höhe, steht jedoch “auf dem Kopf”. Verlängert man die Strecke zwischen den hinteren beiden Kastensternen etwa fünfmal Richtung Horizont, so trifft man auf den Polarstern.

Im Westen verabschieden sich die Wintersternbilder von der Himmelsbühne. Stier, Orion und Grosser Hund sind nur noch am frühen Abend gut zu sehen.

Hoch am Himmel zeigen sich die Konstellationen Fuhrmann, Zwillinge und Krebs. Sie haben jetzt eine sehr gute Position für astronomische Beobachtungen.

Im Süden steht momentan das sehr ausgedehnte, aber relativ unauffällige Sternbild der Wasserschlange. Richtung Osten sind bereits die charakteristischen Sterne des Frühlings zu finden. Besonders sehenswert ist das sogenannte Frühlingsdreieck, das aus den hellen Sternen Spica in der Jungfrau, Arkturus im Bärenhüter (Bootes) und Regulus im Löwen aufgebaut ist.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M35: Offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2700 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur kann Anfang April am Abendhimmel beobachtet werden. Unter guten Sichtbedingungen ist der Planet bis etwa 6. April kurz nach Sonnenuntergang im Westen zu sehen. Er geht aber schon kurz danach im horizontnahen Dunst verloren. Schon am 20.04. überholt Merkur die Erde auf seiner Bahn und wechselt dann an den Morgenhimmel.

Die Venus hat am 25.03. die Erde auf ihrer Innenbahn überholt und wird nun am Morgenhimmel sichtbar. Am Monatsanfang geht sie kurz vor sechs Uhr morgens im Osten auf - am Monatsende dann schon gegen 4:30 Uhr.

Mars ist weiterhin am Abendhimmel zu finden. Er entfernt sich immer weiter von der Erde, so dass er immer unscheinbarer am Himmel leuchtet. Seine Untergangszeit bleibt konstant bei etwa 23:00 Uhr.

Der Riesenplanet Jupiter beherrscht jetzt den Nachthimmel. Im Sternbild Jungfrau stehend, erreicht er am 7. April seine Oppositionsstellung (Er steht von der Erde aus gesehen genau gegenüber der Sonne), und ist somit die ganze Nacht sichtbar. Also sehr gute Bedingungen, um den Planeten und das Spiel seiner Monde zu beobachten.

Der Ringplanet Saturn ist im April der Planet der 2. Nachthälfte. Er geht zu Monatsbeginn um etwa 2:30 Uhr mit dem Sternbild Schütze auf. Sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf etwa 0:30 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat April Dienstags und Freitags erst ab 21:00 Uhr geöffnet ist. Am Karfreitag (gesetzlicher Feiertag) bleibt die Sternwarte geschlossen!