Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im Juli 2018

 Sterne

Blickt man an einem Juli-Abend ab etwa 22 Uhr in Richtung Norden, fällt zunächst der Große Wagen auf, dessen Deichsel steil nach oben zeigt. Rechts davon befindet sich der Kleine Wagen mit dem Polarstern am unteren Ende. Verlängert man die geschwungene Deichsel des Großen Wagens in Richtung Süden, trifft man auf den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter. Nicht weit davon entfernt ist am Südwesthorizont das Sternbild Jungfrau mit dem Hauptstern Spika zu finden.

Nahe des Zenits kann man die halbkreisförmige Nördliche Krone mit dem auffälligen Stern Gemma und das Sternbild des griechischen Helden Herkules erkennen.

Am südlichen Horizont zeigen sich im Sommer zwei besonders eindrucksvolle Sternbilder. Der Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, dessen Form an einen Teekessel erinnert.

Im Osten fallen drei besonders helle Sterne auf: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Diese drei entfernten Sonnen bilden das markante Sternmuster des Sommerdreiecks.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur ist im Juli nicht beobachtbar. Er erreicht zwar am 12.07. einen beachtlichen Winkelabstand von 26°4' zur Sonne, ist aber wegen seiner geringen Höhe über dem Horizont längst in den dichten horizontnahen Luftschichten verschwunden, bevor es so dunkel wird, dass man ihn überhaupt sehen könnte.

Venus bleibt weiterhin Abendstern. Sie wandert diesen Monat durch das Sternbild Löwe. Am Monatsanfang geht sie gegen 23:40 Uhr unter, am Monatsende dann gegen 22:30 Uhr. Die Helligkeit steigert sich im Monatsverlauf um 0,2mag auf -4,3mag. Damit ist die Venus das hellste Himmelsobjekt nach Sonne und Mond.

Der Planet Mars erreicht am 27. Juli seine Oppositionsstellung. Im Sternbild Steinbock stehend, erreicht der rote Planet eine Helligkeit von bis zu -2,8mag - ein auffällig orangeroter Lichtpunkt am Himmel. Zudem erreicht er dieses Jahr am 31.07. mit ca. 57,7 Mio. Km einen viel geringeren Abstand zur Erde als in den Vorjahren. Zuletzt im Jahre 2003 war Mars der Erde so nahe. Somit sind, klaren und ruhigen Himmel vorausgesetzt, die Bedingungen zur Beobachtung des Planeten einfach hervorragend. Es sollten sich bei der Beobachtung mit einem kleinen bis mittleren Teleskop durchaus Oberflächendetails wie die hellen Polkappen erkennen lassen.
Zeitgleich mit der Opposition am 27.7. findet eine totale Mondfinsternis statt, bei der wir - klaren Himmel vorausgesetzt - wieder unsere Sternwarte zu einer Sonderveranstaltung öffnen. Mehr dazu demnächst hier unter "Aktuelles".

Jupiter steht weiterhin im Sternbild Waage. Mit einer Helligkeit von rund -2,2mag kann er zwar nicht ganz mit dem Mars mithalten, ist aber ein ebenso imposantes Objekt am Abendhimmel. Man findet ihn nun gegen Ende der Dämmerung am südwestlichen Himmel. Noch ist das Spiel seiner Monde, seine interesannten Wolkenbänder und mit etwas Glück sogar der "Große Rote Fleck" gut zu beobachten.

Saturn ist am Abend über dem südlichen Horizont zu finden. Der etwa 0,1mag helle Planet befindet sich im Sternbild Sütze und ist in der ersten Julihälfte praktisch die ganze Nacht zu sehen.
Am Monatanfang geht Saturn gegen 5:15 Uhr unter, am Monatsende dann schon gegen kurz nach 3 Uhr.
Es ist also die beste Beobachtungszeit einen Blick auf den Ringplanet zu werfen.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass die Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Juni 2018

Sterne

Der Juni ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Die Region oberhalb von Schütze und Skorpion fällt durch ihre Sternleere auf: Hier verbergen sich der SchlangenträgerSchlange und darüber Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Der Große Bär ist nur noch teilweise am Firmament zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:   

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre   
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre   
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre   
  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34.000 Lichtjahre  
  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7.000 Lichtjahre
  • M5: Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange, Entfernung: 26.000 Lichtjahre   
  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre   
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre   
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre   
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre   
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Der flinke Planet Merkur erreicht am 6. Juni seine obere Konjunktion. Von der Erde aus gesehen, steht Merkur dann genau hinter der Sonne. Schnell wandert er weiter in östlicher Richtung, so dass es in der zweiten Monatshälfte zu einer Abendsichbarkeit des Planeten kommt. In den letzten vier Junitagen erreicht er zum Ende der bürgerlichen Dämmerung (Sonnenstand - 6°) eine Höhe von etwa 5° über dem Nordwesthorizont und geht kurz vor 23:00 Uhr unter.

Venus ist weiterhin Abendstern. Sie wandert im Laufe des Monats vom Sternbild Zwillinge über den Krebs hinweg in den Löwen. Am Monatsanfang geht sie kurz nach Mitternacht unter, am Monatsende dann schon gegen dreiviertel Zwölf. Ihre Helligkeit liegt bei etwa -4mag.

Mars, der im Juli seine Oppositionsstellung erreicht, geht Anfang Juni, im Sternbild Steinbock stehend, gegen 1 Uhr auf. Am Monatsende dann gegen 23:20 Uhr. Der Rote Planet ist dabei etwa -2.1mag hell. 

Jupiter ist der Planet der ersten Nachthälfte. Der Riesenplanet, der im Mai in Opposition stand, steht schon bei Sonnenuntergang fast 20° über dem Südhorizont und verlegt seine Untergänge von etwa 4:20 Uhr  am 1. Juni, auf etwa 2:20 Uhr Ende Juni. Mit einer Helligkeit von rund -2,4mag  ist er nach Mond und Venus das hellste Objekt am Abendhimmel. Jetzt ist die beste Zeit den Planeten und das Spiel seiner Monde zu beobachten.

Saturn erreicht am 27. Juni seine Oppositionsstellung. Dabei steht der Planet auf einer Linie mit der Sonne und der Erde. Es ist auch der geringste Abstand zur Erde. Am Monatsanfang geht der 0,0 mag helle Saturn kurz vor 23:00 Uhr auf, am Monatsende dann schon gegen 21:00 Uhr. Auf seiner Bahn erreicht er aber nur eine maximale Höhe von etwa 18° über dem Südhorizont.
Wer einen Blick auf den Ringplaneten werfen möchte, hat diesen Monat die Möglichkeit dazu.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Mai 2018

Sterne

Zu Beginn der Nacht ist der Grosse Wagen, der ein Teil des Sternbilds Grosser Bär ist, im Zenit zu finden. Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren zwei Kastensterne etwa fünfmal nach Norden, trifft man im Sternbild Kleiner Wagen auf einen besonderen Stern: Polaris, auch Polarstern genannt. Etwas westlich davon schlängelt sich das eher unscheinbare Sternbild Drache am Himmel.

Blickt man weiter nach Westen, kann man noch die typischen Sterne und Konstellationen des Winters erkennen: Kapella im Sternbild Fuhrmann und Castor und Pollux, die die Köpfe des Sternbilds Zwillinge darstellen.

Verfolgt man den Tierkreis Richtung Süden, trifft man auf bekannte Sternbilder: Den Krebs mit dem Sternhaufen Krippe oder Praesepe, den Löwen mit dem hellen Stern Regulus und die Jungfrau mit der entfernten Sonne Spika.

Im Südosten fällt der rötliche Stern Arkturus im Sternbild Bootes auf. Er bildet zusammen mit Spika und Regulus das Frühlingsdreieck.

Über dem Osthorizont zeigen sich schliesslich die Sternbilder Nördliche Krone mit seinem hellen Stern Gemma sowie die Sternbilder Herkules und Leier.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Katzenaugennebel NGC6543: Planetarischer Nebel im Sternbild Drache, Entfernung: 3200 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht in unseren Breiten im Mai nicht den nötigen Horizontabstand vor Sonnenaufgang, um sich gegen die helle Dämmerung durchzusetzen. Er ist im Mai nicht beobachtbar.

Die Venus ist weiterhin Abendstern und baut diese Stellung weiter aus. Sie steht gegen Abend mit ihrer Helligkeit von etwa -3,9mag unübersehbar am Westhimmel. Am Monatsanfang geht sie kurz nach 23 Uhr, am Monatsende dann erst gegen Mitternacht unter.

Der rote Planet Mars wandert am Morgenhimmel vom Sternbild Schütze in den Steinbock. Er steigert seine Helligkeit im Laufe des Monats von etwa -0.4mag auf -1,2mag. Auch sein Aufgang verfrüht sich von etwa 2:20 Uhr auf kurz nach 1:00 Uhr.

Der Riesenplanet Jupiter erreicht am 9. Mai seine Oppositionsstellung, was bedeutet, dass er mit der Sonne und der Erde in einer Linie steht. Somit ist der Planet die ganze Nacht sichtbar. Auch sein Abstand von der Erde erreicht mit etwa 4,4 Astronomischen Einheiten (= durchschn. Bahnradius der Erde um die Sonne = 150 Millionen km) ein Minimum. Mit einer Helligkeit von -2,5mag ist er nach Sonne, Mond und Venus das hellste Himmelsobjekt.
Gute Bedingungen also, den Planeten und das Spiel seiner Monde zu beobachten. Schon mit einem kleinen Teleskop kann man das Spiel seiner hellsten Monde, die Bänderstrukturen in seiner Athmosphäre und mit etwas Glück sogar den Großen Roten Fleck, ein gewaltiges Sturmtief auf seiner Oberfläche, beobachten.

Der Ringplanet Saturn erreicht Ende Juni seine Oppositionsstellung und ist im Sternbildern Waage zu finden. Anfang Mai steigt der Planet kurz nach 1 Uhr im Südosten über den Horizont - am Monatsende dann schon kurz nach 23:00 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.
Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im April 2018

Sterne

Blicken wir an einem Aprilabend nach Norden, fällt besonders der markante Grosse Wagen auf. Zu dieser Jahreszeit erreicht er in den Abendstunden seine grösste Höhe, steht jedoch “auf dem Kopf”. Verlängert man die Strecke zwischen den hinteren beiden Kastensternen etwa fünfmal Richtung Horizont, so trifft man auf den Polarstern.

Im Westen verabschieden sich die Wintersternbilder von der Himmelsbühne. Stier, Orion und Grosser Hund sind nur noch am frühen Abend gut zu sehen.

Hoch am Himmel zeigen sich die Konstellationen Fuhrmann, Zwillinge und Krebs. Sie haben jetzt eine sehr gute Position für astronomische Beobachtungen.

Im Süden steht momentan das sehr ausgedehnte, aber relativ unauffällige Sternbild der Wasserschlange. Richtung Osten sind bereits die charakteristischen Sterne des Frühlings zu finden. Besonders sehenswert ist das sogenannte Frühlingsdreieck, das aus den hellen Sternen Spica in der Jungfrau, Arkturus im Bärenhüter (Bootes) und Regulus im Löwen aufgebaut ist.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • M35: Offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2700 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34000 Lichtjahre

  • M51: Whirlpool-Galaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung 27 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der flinke Planet Merkur wandert am 01.04. zwischen Erde und Sonne in Richtung Morgenhimmel. Obwohl er am 29.04. seine größte westliche Elongation von ca. 27,4° erreicht, gewinnt Merkur wegen der flachen Ekliptik am Morgenhimmel nicht genügend Höhe um sich gegen die Morgendämmerung durchzusetzen.
Er bleibt den ganzen April mit dem freien Auge unbeobachtbar.

Die Venus steht weiterhin als Abendstern am Westhimmel und baut diese Position im April weiter aus. Mit einer Helligkeit von -3.9mag ist die Venus nach Sonne und Mond das hellste Objekt am Abendhimmel. Ihre Untergangszeiten verspäten sich diesen Monat von 21:30 Uhr am Monatsanfang auf 22:54 Uhr am Monatsende.

Mars ist weiterhin in der zweiten Nachthälfte am Himmel zu finden.  Seine Konjunktion Mars Saturn am OstermontagAufgangszeit ändert sich von 3:03 Uhr am Monatsanfang auf 2:09 Uhr am Monatsende. Dabei erhöht Mars seine Helligkeit von ca 0.3mag auf -0.3mag.
Am Ostermontag (02.04) gibt es eine Konjunktion (Annäherung) der Planeten Mars und Saturn im Sternbild des Schützen.
Um 5:15 Uhr stehen die beiden Planeten in einem Abstand von nur 1,3° am Südosthimmel. Bestimmt ein eindrucksvoller Anblick!
(Bild erstellt mit dem Freeware-Planetariumsprogramm Stellarium)

Der Riesenplanet Jupiter beherrscht im April immer mehr den Nachthimmel.
Im Sternbild Waage stehend, geht er er am 1. April um 23:10 Uhr und am Monatsende bereits um 21:00 Uhr auf. Die Bedingungen für eine Beobachtung des Planeten und dem Spiel seiner Monde werden zunehmend besser. Anfang Mai erreicht Jupiter dann seine Oppositionsstellung (Sonne, Erde und Jupiter auf einer Linie - Kürzester Abstand Erde-Jupiter). Dann geht Jupiter bei Sonnenuntergang auf und erst bei Sonnenaufgang wieder unter.

Der Ringplanet Saturn ist im April neben Mars der Planet der 2. Nachthälfte. Er geht zu Monatsbeginn um etwa 2:59 Uhr mit dem Sternbild Schütze auf. Sein Aufgang verfrüht sich dann bis zum Monatsende bis auf etwa 1:05 Uhr. Mit einer Helligkeit von etwa 0.5mag ist der ockerfarbene Saturn nur wenig dunkler als der gleich in der Nähe stehende rote Planet Mars.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat April Dienstags und Freitags erst ab 21:00 Uhr geöffnet ist.

Der Sternenhimmel im März 2018

Sterne

Direkt unter dem Polarstern und dem Kleinen Bären findet man in diesem Monat die Sternbilder Kepheus und Drache.

Schwenkt man weiter nach Westen, fällt zunächst die W-förmige Struktur der Kassiopeia auf. In direkter Nachbarschaft kann man auch das Sternbild Perseus und die mit bloßem Auge erkennbaren Doppelsternhaufen h und Chi Persei erkennen.

Genau im Westen befindet sich der aufrecht orientierte Kopf des Stiers. Auffällig ist sein rotes Auge, der 65 Lichtjahre entfernte rote Riesenstern Aldebaran. Im Zentrum dieses Sternbilds befinden sich auch die Hyaden, ein V-förmiger Sternhaufen, der bereits ohne optische Hilfsmittel am Himmel sichtbar ist.

Auf dem linken Horn des Stiers ist ein weiteres markantes Sternbild förmlich „aufgespiesst“: Der Fuhrmann mit dem 42 Lichtjahre entfernten Stern Kapella. Mit einem Teleskop kann man in dieser Himmelsregion auch drei sehr auffällige offene Sternhaufen beobachten.

Weiter im Süden sind zwei dominante Wintersternbilder zu finden: Der antike Jäger Orion und der Große Hund. Unterhalb der charakteristischen Kette von drei hellen Sternen, den sogenannten Gürtelsternen des Orion, kann man schon mit bloßem Auge den Orionnebel erkennen. Diese rund 1300 Lichtjahre entfernte interstellare Gas- und Staubwolke ist eine Geburtsstätte von zahlreichen Sternen. Tiefer am Horizont strahlt der hellste Stern des Winterhimmels, die nur 240 Millionen Jahre alte Sonne Sirius im Großen Hund.

Etwas höher über dem Südhorizont sind drei Sternbilder des Tierkreises aufgereiht: Die Zwillinge mit den Sternen Kastor und Pollux, der Krebs mit dem prächtigen offenen Sternhaufen Praesepe und der Löwe mit dem über 70 Lichtjahre entfernten Stern Regulus.

Tief im Osten zeigen sich schon die Vorboten des Frühlings. Das Sternbild Jungfrau und der Bärenhüter, auch Bootes genannt, mit dem hellen Riesenstern Arkturus. Hoch im Nordosten finden wir schliesslich eine der bekanntesten Sternenformationen der nördlichen Hemisphäre: den Großen Wagen. Diese Struktur, die in Nordamerika auch "The big dipper" (deutsch: "Der große Löffel") genannt wird, ist Teil des ausgedehnten Sternbilds Großer Bär.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M1: Planetarischer Nebel im Sternbild Stier, Ergebnis einer Supernova aus dem Jahr 1054, Entfernung: 6300 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • M36/M37/M38: Offene Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann, Entfernung ca. 4000 Lichtjahre

  • Eskimonebel NGC2392: Planetarischer Nebel im Sternbild Zwillinge, Entfernung: 2500 Lichtjahre

  • Riegel: Mehrfachsternsystem im Sternbild Orion, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M42: Orionnebel, Entfernung: 1300 Lichtjahre

  • M41: Offener Sternhaufen im Sternbild Großer Hund, Entfernung: 2300 Lichtjahre

  • M44: Praesepe (Krippe), Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 577 Lichtjahre

  • M67: Offener Sternhaufen im Sternbild Krebs, Entfernung: 3000 Lichtjahre

  • M65/M66: Galaxien im Sternbild Löwe, Entfernung: 35 Mio. Lichtjahre

  • Mizar/Alkor: Doppelstern im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 80 Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht im März seine beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr. Etwa vom 10. bis zum 20. März erreicht Merkur am Ende der bürgerlichen Dämmerung (Sonnenstand 6° unter dem Horizont), eine Höhe von ca. 10° über dem Westhorizont. Der Planet sollte bei dieser Höhe leicht aufzufinden sein.
Allerdings nimmt in dieser Zeit seine Helligkeit von ca. -0.9mag auf etwa +0.5mag ab. Grund dafür ist seine Phase, die sich wie beim Mond im Laufe der Zeit ändert. Ist Merkur am Monatsanfang von der Erde aus betrachtet noch fast voll beleuchtet, erreicht er schon am 14.01. die "Halbmerkurphase", ist also von der Erde aus gesehen nur noch halb beleuchtet. Danach schiebt sich Merkur immer mehr zwischen Sonne und Erde, so dass wir immer weniger von seiner beleuchteten Seite sehen - er wird immer mehr zu einer schmalen Sichel.

Die Venus etabliert sich in diesem Monat als Abendstern. Schon am 1.03. erreicht sie zu Ende der bürgerlichen Dämmerung eine Höhe von ca. 5° über dem Westhorizont. Mit einer Helligkeit von -3,9mag erreicht sie am Monatende dann eine Höhe von gut 11° über dem Horizont. Ihre Aufgänge verspäten sich von etwa 19:05 Uhr MEZ am Monatsanfang, auf 21:37 Uhr MESZ am Monatsende.
Am 4. März begegnet die Venus dem Planeten Merkur auf etwa 1°. Bei guter Horizontsicht bestimmt ein schöner Anblick.

Der Planet Mars hält sich im März weiterhin am Morgenhimmel auf. Dabei wandert er vom Sternbild Schlangenträger in den Schützen. Am Monatsanfang geht er gegen 3:00 Uhr MEZ auf, am Monatsende dann schon gegen 3:20 Uhr MESZ.

Der Riesenplanet Jupiter steht im Sternbild Waage und beginnt am 9. März seine Oppositionsschleife. Er geht am 1. März  gegen 0:30 Uhr MEZ auf. Am 31. März erscheint er dann schon gegen 23:27 Uhr MESZ. Mit einer Helligkeit von -2,3mag ist der größte Planet unseres Sonnensystems eine imposante Erscheinung am Himmel.

Der Ringplanet Saturn ist im März in der zweiten Nachthälfte sichtbar. Etwa um 4:10 Uhr MEZ geht er am Monatsanfang im Osten mit dem Sternbild Schütze auf. Sein Aufgang verfrüht sich dann zum Monatsende bis auf etwa 3:17 Uhr MESZ.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) oder Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.
Am 25.3.2018 um 2:00 Uhr morgens, wird die Zeit um eine Stunde auf 3:00 Uhr Sommerzeit vorgestellt.
Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.