Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im Oktober 2017

Sterne

Der Große Wagen erreicht in den Oktoberabenden seine tiefste Stellung über dem Nordhorizont. Darüber befindet sich der Polarstern in der Konstellation Kleiner Wagen. Blickt man noch weiter nach oben in Richtung Zenit, sieht man das leicht erkennbare “Himmels-W” des Sternbilds Kassiopeia.

Im Westen dominieren noch immer die Sterne des Sommers. Die hellsten von ihnen sind Teil des Sommerdreiecks: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Am Südhorizont reihen sich bekannte Sternbilder des Tierkreises auf: Steinbock, Wassermann und Fische.

Hoch am östlichen Himmel findet man das ausgedehnte Sternbild des geflügelten Pferdes Pegasus, dessen Körperumrisse auch als das Herbstviereck bezeichnet werden. Direkt daneben, in nördlicher Richtung, zeigt sich das Sternbild Andromeda mit der berühmten Andromeda-Galaxie. Bei ausreichend dunklem Himmel kann man die etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Sterneninsel sogar mit bloßem Auge als schwachen nebligen Fleck erkennen. Etwas tiefer am Osthorizont befinden sich die Sternbilder Perseus, Widder und Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M2: Kugelsternhaufen im Sternbild Wassermann, Entfernung: 36.000 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht am 8. Oktober seine obere Konjunktion. Das bedeutet, dass er von der Erde aus betrachtet genau hinter der Sonne steht und Richtung Abendhimmel unterwegs ist. Bis zum Monatsende erreicht er aber nicht den nötigen Abstand zur Sonne um beobachtbar zu sein.

Die Venus ist im Oktober weiterhin Morgenstern, bewegt sich aber rasch in Richtung Sonne. Am Monatsanfang hat sie zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonne steht 6° unter dem Horizont) noch eine Höhe von etwa 17°über dem Osthorizont, am Monatsende dann nur noch etwa 9°. Mit einer Helligkeit von rund -3,9mag steht sie im Sternbild Löwe und wandert am 9.10. ins Sternbild Jungfrau.
Am Morgen des 5. und 6.10. steht die Venus im Abstand von nur etwa 20 Bogenminutenden zum Planeten Mars, und am 18.10. könnte sich ein schöner Anblick ergeben, wenn sich die schmale Mondsichel zum Planeten gesellt.

Mars ist weiterhin als unscheinbarer Lichtpunkt (Helligkeit 1,8mag) am Morgenhimmel sichtbar und gewinnt im Verlauf des Oktobers immer mehr an Höhe. Am Monatsanfang erreicht er zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung eine Höhe von rund 15°, am Monatsende dann bereits 23°. Der Aufgang des derzeit nur 3,8 Bogensekunden großen Planetenscheibchens bleibt den ganzen Monat bei kurz nach fünf Uhr morgens (MESZ).

Der Riesenplanet Jupiter ist den ganzen Oktober in seiner Konjunktionsstellung. Er steht also von der Erde aus gesehen hinter der Sonne und ist somit nicht beobachtbar.

Die Beobachtungsperiode des Ringplanets Saturn neigt sich dem Ende zu. Im Sternbild Schlangenträger stehend, geht er am Monatsanfang gegen 22:10 Uhr MESZ unter, am Monatsende dann schon gegen 19:45 Uhr  MEZ.
Es ist also höchste Zeit noch einen Blick auf die mit 26,97° maximal geöffneten Ringe des Planeten zu werfen!

 

Anmerkungen

Alle Zeiten beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.

Beachten sie bitte, dass am Sonntag, 29.10.2017 3:00 Uhr Sommerzeit (MESZ) unsere Uhren wieder um eine Stunde zurück auf 2:00 Uhr Winterzeit (MEZ) gestellt werden.

Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im September 2017

Sterne

Wenn man an einem Spätsommerabend direkt nach oben blickt, fallen drei hellere Sterne auf:
Wega im Sternbild Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Die Verbindungslinien dieser Sterne bilden das sogenannte Sommerdreieck. Weiter im Westen findet man Herkules, das leicht zu erkennende Sternbild Nördliche Krone und den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bootes.

Verfolgt man das neblige Band der Milchstrasse über Schwan und Adler weiter Richtung Südwesten, so stößt man knapp über dem Horizont auf das Sternbild Schütze, das aufgrund seiner Form im Englischen auch "teapot" (Teekessel) genannt wird. In dieser Blickrichtung befindet sich auch das Zentrum der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie.

Bereits sehr hoch im Osten stehen die Sternbilder Pegasus und Andromeda. Vier helle Sterne des Pegasus bilden ein Quadrat, das auch Herbstviereck genannt wird. Direkt darunter können auch die Fische, ein eher unscheinbare Sternbild des Tierkreises, gefunden werden.

Blickt man schliesslich in nördliche Richtung auf das Band der Milchstrasse, erkennt man zunächst das auffällige "Himmels-W", das Sternbild Kassiopeia. Darunter befindet sich Perseus mit den hellen Sternen Mirfak und Algol. Letzterer wird aufgrund seiner schwankenden Helligkeit auch "Teufelsstern" genannt.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M13 : Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre
  • M11 : Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre
  • M17 : Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre
  • Albireo : Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre
  • M27 : Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre
  • M57 : Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre
  • M31 : Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre
  • M33 : Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre
  • h+Chi Persei : Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre
  • NGC457 : Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht am 12. September seine größte westliche Elongation (größter Winkelabstand zur Sonne) und ist wegen der steil am Morgenhimel stehenden Ekliptik am Morgenhimmel sichtbar. Am Osthorizont erreicht der flinke Planet vom 12. bis 16.08. zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonne steht 6° unter dem Horizont) eine Höhe von  fast 10° über dem Horizont. Doch schon am Ende des Monats ist es wieder vorbei mit der Sichtbarkeit des Planeten.

Die Venus ist im September weiterhin Morgenstern. Der -3,9mag helle Planet wandert vom Sternbild Krebs in den Löwen. Dabei nimmt die Höhe über dem Horizont zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung von 21° auf etwa 17° ab. Die Aufgangszeiten verspäten sich von etwa 3:40 Uhr auf ca. 5:00 Uhr am Monatsende.

Den Planeten Mars finden wir im September am Morgenimmel. Gegen 5:30 Uhr am Monatsanfang aufgehend, verfrüht sich der Aufgang des etwa 1,8mag hellen Lichtpunktes bis zum Monatsende auf ca. 5:17 Uhr.
Am 16. und 17.09. gibt es eine Begegnung mit dem Merkur. Die beiden Planeten stehen am Morgenhimmel nur knapp ein halbes Grad nebeneinander.

Auf Jupiter lässt sich leider nur noch in den ersten beiden Septemberwochen ein Blick werfen. Durch seine geringe Höhe ist keine sinnvolle Beobachtung mehr möglich.

Der Ringplanet Saturn hält sich im September im Sternbild Schlangenträger auf. Am Monatsanfang geht er gegen 0:10 Uhr unter, am Monatsende dann schon gegen 22:15 Uhr.  

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.
Achtung:
Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten September bis März (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags schon ab 20:00 Uhr geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im August 2017

Sterne

In den Augustabenden sinkt der Große Wagen täglich ein kleines Stück näher zum Nordhorizont. Gleichzeitig steigt das „Himmels-W“, die Kassiopeia, stetig Richtung Zenit. Fast genau zwischen diesen beiden markanten Sternbildern steht der Polarstern. Da sich dieser Stern nahezu in der Verlängerung unserer Erdachse befindet, ist seine Position am Himmel zu jeder Uhr- und Jahreszeit fast gleich. Unmittelbar darüber kann man bei dunklem Himmel die Sternbilder Kepheus und Drache finden. Beim Blick Richtung Westen fällt der helle Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter auf. Hier handelt es sich um einen Roten Riesen, der etwa 37 Lichtjahre von uns entfernt ist. Tief im Süden zeigen sich im August die Sternbilder Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, in dessen Nähe sich sehr viele interessante Sternhaufen und Galaktische Nebel befinden. In ländlichen Gegenden, ohne störende Lichtquellen, kann man ein helles breites Band am Himmel erkennen, das vom Schützen im Süden, über den Schwan und die Leier im Zenit, bis zur Kassiopeia im Nordosten verläuft. Das ist die Milchstrasse - unsere Heimatgalaxie! Im Osten zeigen sich bereits Vorboten des Herbstes: Die Sternbilder des Himmelspferdes Pegasus und der äthiopischen Prinzessin Andromeda.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M24: Kleine Sagittariuswolke, Sternwolke im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M22: Kugelsternhaufen im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur ist im August nicht beobachtbar. Am 28. August erreicht der flinke Planet seine untere Konjunktion - er befindet sich dann auf seiner Bahn zwischen Erde und Sonne.
Durch die Neigung der Merkurbahn gegenüber der Erdbahn, kann Merkur aber nicht wie bei einem Merkurtransit vor der Sonnenscheibe beobachtet werden. Ein solcher Transit wird erst wieder am 11. November 2019 zu beobachten sein.

Die Venus bleibt im August Morgenstern. Der -3,9 bis -4,0mag helle Planet geht am 1.8. gegen 2:45 Uhr, am 31.8. erst gegen 3:35 Uhr morgens auf.

Der Planet Mars steht zu nahe an der Sonne um beobachtet werden zu können.

Der Riesenplanet Jupiter beendet im August seinen Himmelsauftritt. Schon ab Mitte des Monats ist er nur noch in der abendlichen Dämmerung zu finden und gegen Ende des Monats kann er nicht mehr beobachtet werden.
Sein Untergang verfrüht sich von ca. 23:20 Uhr am 1. August auf etwa 21:30 Uhr am Monatsende.
Somit ist jetzt ist die letzte Möglichkeit den Planeten dieses Jahr am Abendhimmel zu sehen!

Der Ringplanet Saturn ist im August schon in der Abenddämmerung am Südhimmel zu finden. Leider erreicht das ca. 17 Bogensekunden kleine Planetenscheibchen nur eine maximale höhe von 17° über dem Südhorizont - dafür sind aber die Ringe mit 26,8° fast maximal geöffnet. Saturn ist immer wieder eine Beobachtung wert. Am Monatsanfang geht er gegen 2:15 Uhr unter. Am Monatsende ist sein Untergang dann schon gegen 0:15 Uhr.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat August  (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags ab 21:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Juli 2017

 Sterne

Blickt man an einem Juli-Abend ab etwa 22 Uhr in Richtung Norden, fällt zunächst der Große Wagen auf, dessen Deichsel steil nach oben zeigt. Rechts davon befindet sich der Kleine Wagen mit dem Polarstern am unteren Ende. Verlängert man die geschwungene Deichsel des Großen Wagens in Richtung Süden, trifft man auf den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter. Nicht weit davon entfernt ist am Südwesthorizont das Sternbild Jungfrau mit dem Hauptstern Spika zu finden.

Nahe des Zenits kann man die halbkreisförmige Nördliche Krone mit dem auffälligen Stern Gemma und das Sternbild des griechischen Helden Herkules erkennen.

Am südlichen Horizont zeigen sich im Sommer zwei besonders eindrucksvolle Sternbilder. Der Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, dessen Form an einen Teekessel erinnert.

Im Osten fallen drei besonders helle Sterne auf: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Diese drei entfernten Sonnen bilden das markante Sternmuster des Sommerdreiecks.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur ist im Juli nicht beobachtbar. Er erreicht zwar am 30.07. einen beachtlichen Winkelabstand von 27°12' zur Sonne, ist aber wegen seiner in unseren Breiten geringen Höhe über dem Horizont längst in den dichten horizontnahen Luftschichten verschwunden, bevor es so dunkel wird, dass man ihn überhaupt sehen könnte.

Venus bleibt weiterhin Morgenstern. Sie wandert durch das Sternbild Stier und wechselt nach einem zweitägigen Abstecher in den nördlichen Teil des Orion am 31.07 ins Sternbild Zwillinge.
Die Aufgangszeiten verändern sich kaum. Am Monatsanfang geht sie gegen 2:50 Uhr auf, am Monatsende dann gegen 2:45 Uhr. Die Helligkeit nimmt um 0,2mag auf -4,0mag ab. Damit ist die Venus das hellste Himmelsobjekt nach Sonne und Mond.

Der Planet Mars ist im Juli nicht zu sehen. Er erreicht am 27.07. seine Konjunktionsstellung (er steht von der Erde aus gesehen hinter der Sonne) und wird erst wieder im September am Morgenhimmel sichtbar.

Jupiter ist weiterhin am westlichen Abendhimmel zu sehen. Er steht im Sternbild Jungfrau, nahe dem hellen Stern Spica. Am Monatsanfang geht er gegen 1:20 Uhr unter, am Monatsende dann schon gegen 23:20 Uhr. Höchste Zeit also, um noch einen Blick auf den größten Planeten des Sonnensystems mit seinen faszinierenden Monden zu werfen!

Saturn ist am Abend über dem südlichen Horizont zu finden. Er befindet sich im Sternbild Schlangenträger. Zu Monatsbeginn geht er gegen 4:20 Uhr unter, am Monatsende dann schon gegen 2:20 Uhr. Nun ist die Beste Zeit am Abend mit einem Feldstecher oder einem Teleskop den Anblick seines Ringsystems zu genießen.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass die Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Juni 2017

Sterne

Der Juni ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu finden. Wer in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Die Region oberhalb von Schütze und Skorpion fällt durch ihre Sternleere auf: Hier verbergen sich der SchlangenträgerSchlange und darüber Herkules. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Das Band der Milchstraße zieht sich quer über den Himmel. Der Große Bär ist nur noch teilweise am Firmament zu sehen. Er sinkt zunehmend dem Horizont entgegen und ist jetzt in nordwestlicher Richtung zu finden.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:   

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre   
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre   
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre   
  • M3: Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 34.000 Lichtjahre  
  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7.000 Lichtjahre
  • M5: Kugelsternhaufen im Sternbild Schlange, Entfernung: 26.000 Lichtjahre   
  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre   
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre   
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre   
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre   
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Merkur steht im Juni zu nahe an der Sonne - er ist diesen Monat nicht sichtbar. Am 21. Juni erreicht er seine obere Konjunktion. Von der Erde aus gesehen, steht Merkur dann genau hinter der Sonne.

Venus ist weiterhin Morgenstern. Am Monatsanfang geht sie gegen 3:30 Uhr auf, am Monatsende dann schon gegen 3:00 Uhr morgens. Die Helligkeit nimmt dabei von ca. -4,5mag auf -4,2mag leicht ab.

Mars erreicht im Juli seine Konjunktionsstellung. Das bedeutet, dass er von der Erde aus genau hinter der Sonne steht. Er ist bis September für das blose Auge nicht sichtbar.

Jupiter ist der Planet der ersten Nachthälfte. Der Riesenplanet steht schon in der Abenddämmerung mehr als 30° über dem Südhorizont und verlegt seine Untergänge von etwa 3:15 Uhr  am 1. Juni auf etwa 1:15 Uhr Ende Juni. Mit einer Helligkeit von rund -2,3mag bis -2,1mag, ist er nach dem Mond das hellste Objekt am Abendhimmel. Somit ist jetzt die beste Zeit den Planeten und das Spiel seiner Monde zu beobachten.

Saturn erreicht am 15. Juni seine Oppositionsstellung. Dabei steht der Planet auf einer Linie mit der Sonne und der Erde. Es ist auch der geringste Abstand zur Erde. Am Monatsanfang geht der 0,1 mag helle Saturn gegen 22:30 Uhr auf, am Monatsende dann schon gegen 21:30 Uhr. Auf seiner Bahn erreicht er aber nur eine maximale Höhe von etwa 18° über dem Südhorizont.
Wer einen Blick auf den Ringplaneten werfen möchte, hat diesen Monat die Möglichkeit dazu.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!