Monatlicher Nachthimmel

Der Sternenhimmel im November 2019

Sterne

Der Grosse Wagen hat in dieser Jahreszeit die tiefste Position über dem Nordhorizont. Darüber steht der Polarstern im Kleinen Wagen. Blickt man noch weiter Richtung Zenit, ist das auffällige “Himmels-W” Kassiopeia zu erkennen. In seiner aktuellen Ausrichtung erscheint das Sternbild jedoch als Buchstabe “M”.

In den frühen Abendstunden kann man noch die hellen Sterne des Sommerdreiecks finden: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Direkt über uns hat das Herbstviereck die zentrale Position des Nachthimmels eingenommen. Es besteht aus den markantesten Sternen des Sternbilds Pegasus.

Im Süden bemerkt man knapp über dem Horizont einen helleren Stern. Es handelt sich hier um die ferne Sonne Formalhaut im Sternbild Südlicher Fisch. Da dieser Stern in unseren Breiten nur Ende des Jahres zu finden ist, wird er auch Herbststern genannt.

Blickt man zum östlichen Himmel, kann man links (nördlich) vom Herbstviereck das Sternbild Andromeda erkennen. Direkt daneben und unterhalb von Kassiopeia befindet sich Perseus, der die Form einer Astgabel hat. Etwas tiefer über dem Horizont zeigen sich schon zwei typische Vertreter der Wintersternbilder: Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella und der Stier mit seinem “blutigem Auge”, dem roten Riesen Aldebaran.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • M33: Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre

  • M45: Plejaden, Offener Sternhaufen im Sternbild Stier, Entfernung: 440 Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur steht am 11. November in unterer Konjunktion, was bedeutet, dass er sich von der Erde aus gesehen zwischen Sonne und Erde befindet. Dabei kommt es dieses Jahr wieder zu dem seltenen Ereignis eines Merkurtransits (Siehe Artikel unter "Aktuelles"). Danach macht sich der flinke Planet auf den Weg an den Morgenhimmel. Schon am 28.11. erreicht er mit einem Sonnenabstand von etwa 20° seinen größten Winkelabstand von der Sonne.
Ab dem 18. November kann Merkur am Morgenhimmel beobachtet werden. Zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung (Sonnenstand -6°), kann er etwa 5° über dem Südosthorizont erspäht werden. Die Bedingungen verbessern sich bis zum 30. November soweit, dass er um diese Zeit schon eine Höhe von bis zu 10° erreicht.

Die Venus wird in diesem Monat zum Abendstern. Am Monatsanfang kann sie gegen 17:35 Uhr als -3,9mag helles Pünktchen am Südwesthorizont erspäht werden. Am Monatsende ist sie dann schon gegen 17:00 Uhr gut 6° über dem Horizont zu finden.

Der rote Planet Mars ist am frühen Morgenhimmel im Sternbild Jungfrau zu finden. Mit 1,8mag geht er am Monatsanfang gegen 5:15 Uhr, am Monatsende dann schon gegen kurz nach 5 Uhr morgens auf.

Jupiter beendet nun seinen Himmelsauftritt für dieses Jahr. Am Monatsanfang verschwindet das -1,9mag helle Lichtpünktchen gegen 19:10 Uhr hinter dem Horizont, am Monatsende dann schon gegen 17:45 Uhr abends. Am 28. November vormittags gegen 11:37 Uhr findet eine Bedeckung des Jupiters durch den Mond statt. Dies kann aber nur mit dem Teleskop bei sehr klarem Himmel beobachtet werden.

Saturn beendet ebenfalls seine Sichtbarkeitsperiode und ist im November noch rund 2 Stunden am Abendhimmel zu sehen. Am 1. November geht er gegen 20:50 Uhr, am Monatsende dann schon gegen kurz nach 19 Uhr unter.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Winterzeit (MEZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Oktober 2019

Sterne

Der Große Wagen erreicht in den Oktoberabenden seine tiefste Stellung über dem Nordhorizont. Darüber befindet sich der Polarstern in der Konstellation Kleiner Wagen. Blickt man noch weiter nach oben in Richtung Zenit, sieht man das leicht erkennbare “Himmels-W” des Sternbilds Kassiopeia.

Im Westen dominieren noch immer die Sterne des Sommers. Die hellsten von ihnen sind Teil des Sommerdreiecks: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Am Südhorizont reihen sich bekannte Sternbilder des Tierkreises auf: Steinbock, Wassermann und Fische.

Hoch am östlichen Himmel findet man das ausgedehnte Sternbild des geflügelten Pferdes Pegasus, dessen Körperumrisse auch als das Herbstviereck bezeichnet werden. Direkt daneben, in nördlicher Richtung, zeigt sich das Sternbild Andromeda mit der berühmten Andromeda-Galaxie. Bei ausreichend dunklem Himmel kann man die etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Sterneninsel sogar mit bloßem Auge als schwachen nebligen Fleck erkennen. Etwas tiefer am Osthorizont befinden sich die Sternbilder Perseus, Widder und Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M2: Kugelsternhaufen im Sternbild Wassermann, Entfernung: 36.000 Lichtjahre

  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre

  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur bewegt sich zwar in Richtung Abendhimmel von der Sonne weg und erreicht am 20.10. seinen größten Winkelabstand von rund 25°, gewinnt aber wegen seiner Bahn südlich der am Abendhimmel sehr flach liegenden Ekliptik zu wenig Horizontabstand um sich aus der Helligkeit des Sonnenuntergangs zu befreien. Er bleibt im Oktober unbeobachtbar.

Die Venus steht ebenfalls am Abendhimmel, kann sich aber wegen der flach am Horizont liegenden Ekliptik bestenfalls in den letzten beiden Oktoberwochen etwas aus der Abenddämmerung lösen. Ansonsten bleibt Sie ebenfalls für das freie Auge unbeobachtbar.

Mars, der ja Anfang September von der Erde aus gesehen hinter der Sonne stand (Konjunktionsstellung), wandert jetzt an den Morgenhimmel. Gegen 6:20 Uhr (MESZ) geht er am Monatsanfang mit dem Sternbild Jungfrau am Ostsüdosthorizont auf. Am Monatsende steht der etwa 1,8mag helle Lichtpunkt zu Beginn der nautischen Dämmerung (Sonne 12° unter dem Horizont) schon gute 6° hoch am Himmel.

Der Riesenplanet Jupiter beendet im Oktober seinen Himmelsauftritt. Schon am Monatsanfang ist er zu Beginn der Abenddämmerung als auffälliger -2mag heller Lichtpunkt knapp über dem Südwesthorizont zu finden. Geht er am Monatsanfang noch gegen 21:53 Uhr (MESZ) unter, verschwindet er am Monatsende schon gegen 19:15 Uhr (MEZ). Wegen der Horizontnähe ist es auch mit Teleskopen kaum mehr möglich, Oberflächenstrukturen auf Jupiter zu beobachten.

Der Ringplanet Saturn ist am Abendhimmel zu finden. Im Sternbild Schütze stehend, geht er am Monatsanfang gegen 23:55 Uhr (MESZ) unter, am Monatsende dann schon gegen 20:55 Uhr (MEZ).
Es ist also höchste Zeit noch einen Blick auf dem Planeten mit seinem faszinierenden Ringsystem zu werfen!

 

Anmerkungen

Alle Zeiten beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See.

Beachten sie bitte, dass am Sonntag, 27.10.2019  3:00 Uhr Sommerzeit (MESZ) unsere Uhren wieder um eine Stunde zurück auf 2:00 Uhr Winterzeit (MEZ) gestellt werden.

Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im September 2019

Sterne

Wenn man an einem Spätsommerabend direkt nach oben blickt, fallen drei hellere Sterne auf:
Wega im Sternbild Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Die Verbindungslinien dieser Sterne bilden das sogenannte Sommerdreieck. Weiter im Westen findet man Herkules, das leicht zu erkennende Sternbild Nördliche Krone und den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bootes.

Verfolgt man das neblige Band der Milchstrasse über Schwan und Adler weiter Richtung Südwesten, so stößt man knapp über dem Horizont auf das Sternbild Schütze, das aufgrund seiner Form im Englischen auch "teapot" (Teekessel) genannt wird. In dieser Blickrichtung befindet sich auch das Zentrum der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie.

Bereits sehr hoch im Osten stehen die Sternbilder Pegasus und Andromeda. Vier helle Sterne des Pegasus bilden ein Quadrat, das auch Herbstviereck genannt wird. Direkt darunter können auch die Fische, ein eher unscheinbare Sternbild des Tierkreises, gefunden werden.

Blickt man schliesslich in nördliche Richtung auf das Band der Milchstrasse, erkennt man zunächst das auffällige "Himmels-W", das Sternbild Kassiopeia. Darunter befindet sich Perseus mit den hellen Sternen Mirfak und Algol. Letzterer wird aufgrund seiner schwankenden Helligkeit auch "Teufelsstern" genannt.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M13 : Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre
  • M11 : Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre
  • M17 : Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre
  • Albireo : Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre
  • M27 : Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre
  • M57 : Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre
  • M31 : Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre
  • M33 : Spiralgalaxie im Sternbild Dreieck, Entfernung: 3 Mio. Lichtjahre
  • h+Chi Persei : Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre
  • NGC457 : Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Planeten

Der Planet Merkur erreicht am 4. September seine obere Konjunktion (von der Erde aus gesehen steht er hinter der Sonne) und ist somit für uns nicht sichtbar. Auch bis zum Monatsende kann er sich nicht gegen die Helligkeit der Sonne durchsetzen, er bleibt den ganzen Monat für das freie Auge unsichtbar.

Auch die Venus kann sich in diesem Monat nicht aus der Helligkeit der Sonne lösen, auch sie bleibt unbeobachtbar.

Der Planet Mars erreicht an 2. September seine Konjunktion und wandert dann in Richtung Morgenhimmel. Aber auch er kann sich nicht gegen die helle Morgendämmerung durchsetzen.

Auf Jupiter lässt sich leider nur noch am frühen Abend ein Blick werfen, ohne dass die dichte Atmosphäre am Horizont das Bild trübt. Schon am 15. September erreicht er am Ende der abendlichen Dämmerung gerade noch eine Höhe von 15° über dem Südhorizont. Trotz allem ist er mit einer Helligkeit von -2,2mag (Monatsende-2mag) nach dem Mond das auffälligste Objekt am Abendhimmel.
Geht er am Monatsersten noch gegen 23:40 Uhr unter, verfrühen sich die Untergänge bis zum Monatsende auf kurz vor 22:00 Uhr.
Jetzt hat man also noch die Möglichkeit den Riesenplaneten und seine Monde im Teleskop zu beobachten.

Der Ringplanet Saturn steht weiterhin im Sternbild Schütze, etwa 30° östlich vom auffälligen Jupiter. Mit einer Helligkeit von 0,4mag steht er gegen Ende der Dämmerung gerade 18° über dem Horizont. Seine Untergangszeiten verschieben sich von etwa 1:45 Uhr morgens am Monatsanfang, auf kurz vor Mitternacht am Monatsende. Wer Saturn dieses Jahr noch beobachten will, sollte dies bald tun. Schon jetzt braucht es wegen seiner geringen Höhe über dem Südhorizont ruhige Luft um mit dem Teleskop noch ein gutes Bild zu erhaschen.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.
Achtung:
Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte in den Monaten September bis März (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags schon ab 20:00 Uhr öffnet!

 

Der Sternenhimmel im August 2019

Sterne

In den Augustabenden sinkt der Große Wagen täglich ein kleines Stück näher zum Nordhorizont. Gleichzeitig steigt das „Himmels-W“, die Kassiopeia, stetig Richtung Zenit. Fast genau zwischen diesen beiden markanten Sternbildern steht der Polarstern. Da sich dieser Stern nahezu in der Verlängerung unserer Erdachse befindet, ist seine Position am Himmel zu jeder Uhr- und Jahreszeit fast gleich. Unmittelbar darüber kann man bei dunklem Himmel die Sternbilder Kepheus und Drache finden. Beim Blick Richtung Westen fällt der helle Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter auf. Hier handelt es sich um einen Roten Riesen, der etwa 37 Lichtjahre von uns entfernt ist. Tief im Süden zeigen sich im August die Sternbilder Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, in dessen Nähe sich sehr viele interessante Sternhaufen und Galaktische Nebel befinden. In ländlichen Gegenden, ohne störende Lichtquellen, kann man ein helles breites Band am Himmel erkennen, das vom Schützen im Süden, über den Schwan und die Leier im Zenit, bis zur Kassiopeia im Nordosten verläuft. Das ist die Milchstrasse - unsere Heimatgalaxie! Im Osten zeigen sich bereits Vorboten des Herbstes: Die Sternbilder des Himmelspferdes Pegasus und der äthiopischen Prinzessin Andromeda.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M24: Kleine Sagittariuswolke, Sternwolke im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M22: Kugelsternhaufen im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

Planeten

Der flinke Planet Merkur erreicht am 4. September seine obere Konjunktion. Das heist, dass er dannvon der Erde aus gesehen genau hinter der Sonne steht und für uns unsichtbar ist.. Doch auch den restlichen Monat kann sich der kleine Planet nicht aus dem Glanz der Sonne befreien - er ist im September nicht beobachtbar.

Venus, die am 14. August ihre obere Konjunktion erreichte, geht den ganzen Monat vor der abendlichen Dämmerung unter. Auch sie bleibt den ganzen Monat unbeobachtbar.

Auch der Planet Mars ist im September nicht beobachtbar. Er nähert sich seiner Konjunktionsstellung die er am 2. September erreicht (An diesem Tag steht er von der Erde aus gesehen genau hinter der Sonne) und kann sich bis zum Ende des Monats nicht gegen die helle Morgendämmerung durchsetzen..

Der Riesenplanet Jupiter steht weiterhin im Sternbild Skorpion. Seine Untergänge verfrühen sich im August von ca. 1:40 Uhr auf etwa 23:45 Uhr am Monatende. Somit ist es jetzt höchste Zeit den Planeten und das Spiel seiner Monde dieses Jahr noch am Abendhimmel zu sehen!

Der Ringplanet Saturn steht im August weiterhin im Sternbild Schütze. Schon in der Abenddämmerung ist er am Südhimmel zu finden. Leider erreicht das kleine Planetenscheibchen nur eine maximale Höhe von 18° über dem Südhorizont, dafür sind aber die Ringe mit 25° geöffnet. Am Monatsanfang geht er gegen 3:54 Uhr unter, am Monatsende ist sein Untergang dann schon gegen 1:50 Uhr.
Der Planet Saturn mit seinem eindrucksvollen Ringsystem ist auf jeden Fall immer einen Blick durch ein Teleskop wert!

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Beachten Sie bitte, dass unsere Sternwarte im Monat August  (bedingt durch die Sonnenuntergangszeiten)  Dienstags und Freitags ab 21:00 Uhr MESZ geöffnet wird!

Der Sternenhimmel im Juli 2019

 Sterne

Blickt man an einem Juli-Abend ab etwa 22 Uhr in Richtung Norden, fällt zunächst der Große Wagen auf, dessen Deichsel steil nach oben zeigt. Rechts davon befindet sich der Kleine Wagen mit dem Polarstern am unteren Ende. Verlängert man die geschwungene Deichsel des Großen Wagens in Richtung Süden, trifft man auf den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter. Nicht weit davon entfernt ist am Südwesthorizont das Sternbild Jungfrau mit dem Hauptstern Spika zu finden.

Nahe des Zenits kann man die halbkreisförmige Nördliche Krone mit dem auffälligen Stern Gemma und das Sternbild des griechischen Helden Herkules erkennen.

Am südlichen Horizont zeigen sich im Sommer zwei besonders eindrucksvolle Sternbilder. Der Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, dessen Form an einen Teekessel erinnert.

Im Osten fallen drei besonders helle Sterne auf: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Diese drei entfernten Sonnen bilden das markante Sternmuster des Sommerdreiecks.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre

  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre

  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre

  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre

  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre

  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre

  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre

  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre

  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre

  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre

  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Planeten

Schon in den ersten Julitagen beendet der flinke Planet Merkur seine Abendsichbarkeit. Am ersten Juli erreicht der 1.0mag helle Planet am Ende der bürgerlichen Dämmerung (Sonnenstand 6° unter dem Horizont, ca. 22:15 Uhr) gerade noch eine Höhe von knapp 3° über dem Westhorihont. Am 21. Juli erreicht er dann auch schon seine untere Konjunktion, das bedeutet, dass er dann von der Erde aus gesehen vor der Sonne steht.

Venus steht weiterhin am Morgenhimmel, erreicht aber keine nennenswerte Höhe über dem Osthorizont. Somit bleibt sie im Juli praktisch unbeobachtbar.

Mars lässt sich noch in der ersten Monatshälfte am abendlichen Nordwesthorizont mit einem Fernglas erspähen. Am Monatsanfang erreicht der etwa 1.8mag helle Lichtpunkt gegen 22:15 Uhr noch eine Höhe von etwa 3,5°. Bis zur Monatsmitte verblasst er aber immer mehr in der abendlichen Dämmerung.

Jupiter ist mit seiner Helligkeit von -2,5mag derzeit das auffälligste Objekt am Nachthimmel. Schon in der Abenddämmerung erscheint er im Südosten am Himmel. Seine Kulminationszeiten (Höchster Bahnpunkt) sind am Monatsanfang gegen 23:45 Uhr, am Monatsende dann schon gegen 21:35 Uhr. Es ist also die beste Zeit den Planeten mit seinen Oberflächendetails, wie der ausgeprägten Bänderstruktur der Atmosphäre und den "Großen Roten Fleck", einem Sturmsystem der schon vor gut 400 Jahren entdeckt wurde, zu beobachten. Auch das Spiel seiner Monde läßst sich jetzt sehr gut beobachten.

Saturn steht am 9. Juli in seiner Oppositionsstellung. Das bedeutet, dass er sich auf einer Linie mit Sonne und Erde befindet und somit die ganze Nacht zu sehen ist. Seine höchste Höhe über dem Südhorizont von leider nur ca. 18°, erreicht der Ringplanet am Monatsanfang gegen 2 Uhr, am Monatsende dann schon kurz vor Mitternacht.
Endlich kann man wieder Saturns faszinierendes Ringsystem beobachten - ein atemberaubendes Erlebnis.

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind. Beachten Sie bitte, dass die Sternwarte in den Monaten Mai, Juni und Juli, (bedingt durch die späteren Sonnenuntergangszeiten)  Dienstag und Freitags erst ab 22:00 Uhr MESZ geöffnet wird!