Monatlicher Nachthimmel

Mond

Die ersten Abende des Monats sind mondfrei und damit bestens für Deep-Sky-Beobachtungen geeignet. Ab dem 3. Oktober dominiert der Erdtrabant immer mehr den Abendhimmel. Am 12. Oktober ist Vollmond. Bereits ab dem 17. Oktober können die Abende wieder für mondfreie Beobachtungen des Sternenhimmels genutzt werden. Am 26. Oktober ist Neumond.

Sterne

Der Große Wagen erreicht in den Oktoberabenden seine tiefste Stellung über dem Nordhorizont. Darüber befindet sich der Polarstern in der Konstellation Kleiner Wagen. Blickt man noch weiter nach oben in Richtung Zenit, sieht man das leicht erkennbare "Himmels-W" des Sternbilds Kassiopeia.

Im Westen dominieren noch immer die Sterne des Sommers.  Die hellsten von ihnen sind Teil des Sommerdreiecks: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Am Südhorizont reihen sich bekannte Sternbilder des Tierkreises auf: Steinbock, Wassermann und Fische.

Hoch am östlichen Himmel findet man das ausgedehnte Sternbild des geflügelten Pferdes Pegasus, dessen Körperumrisse auch als das Herbstviereck bezeichnet werden. Direkt daneben, in nördlicher Richtung, zeigt sich das Sternbild Andromeda mit der berühmten Andromeda-Galaxie. Bei ausreichend dunklem Himmel kann man die etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Sterneninsel sogar mit bloßem Auge als schwachen nebligen Fleck erkennen. Etwas tiefer am Osthorizont befinden sich die Sternbilder Perseus, Widder und Fuhrmann mit dem hellen Stern Kapella.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Planeten

Der sonnennächste Planet Merkur kann derzeit nicht beobachtet werden. Er befindet sich von der Erde aus gesehen genau hinter der Sonne. Diese Position wird auch obere Konjunktion bezeichnet. Die Venus ist Ende des Monats nach Sonnenuntergang als Abendstern über dem westlichen Horizont zu finden. Mars zeigt sich in der zweiten Nachthälfte. Er geht Ende des Monats kurz nach Mitternacht am Osthorizont auf.
Der Gasriese Jupiter befindet sich momentan in Opposition zur Sonne. Das bedeutet, das sich die Erde genau zwischen dem Planeten und der Sonne befindet und somit die gesamte Nacht über sichtbar ist. Der Ringplanet Saturn steht im Oktober nur tagsüber am Firmament und kann leider nicht beobachtet werden.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre
  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre
  • M39: Offener Sternhaufen im Sternbild Schwan, Entfernung: 900 Lichtjahre
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre
  • M2: Kugelsternhaufen im Sternbild Wassermann, Entfernung: 36.000 Lichtjahre
  • M15: Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, Entfernung: 30.000 Lichtjahre
  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre
  • h+Chi Persei: Doppelsternhaufen im Sternbild Perseus, Entfernung: 7300 Lichtjahre
  • NGC457: Eulenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia, Entfernung: 9.000 Lichtjahre

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im September 2011

Nach den hellen Sommernächten wird es im September wieder deutlich früher dunkel. Bereits gegen 21.30 Uhr kann man die meisten Sternbilder sehen. Früh am Abend ist es am Himmel immer noch Sommer, was man gut am Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler erkennen kann. Zu späterer Stunde steht das große „Herbstviereck“ hoch am Himmel. Drei seiner Sterne gehören zum Sternbild Pegasus, die linke obere Ecke dagegen zur Lichterkette der Andromeda.

Unterhalb von Pegasus und Andromeda stehen die Tierkreissternbilder Steinbock, Wassermann und Fische. Alle drei Sternbilder sind aber nur mit so schwachen Sternen gesegnet, dass man einen ziemlich dunklen Beobachtungsort braucht, um sie am Himmel zu finden. An helleren Sternen in dieser Gegend fällt einzig Diphda im Sternbild Walfisch auf. Sehr nah am Horizont kann man außerdem die helle Fomalhaut im Südlichen Fisch funkeln sehen. Weit im Osten, zwischen Widder und Walfisch, glänzt auffällig der Riesenplanet Jupiter.

Planeten im September 2011

  • Merkur taucht Anfang September am nordöstlichen Morgenhimmel auf. Die beste Beobachtungszeit ist vom 4. bis 9. September, wobei Merkur am 9. dem Löwenhauptstern Regulus besonders nahe kommt.
  • Venus kann frühestens Ende Oktober wieder am Abendhimmel gefunden werden.
  • Mars durchquert die Zwillinge und tritt dann in den Krebs ein. Er ist Planet des Morgens.
  • Jupiter steht zwischen Widder und Walfisch und ist so gut wie die ganze Nacht zu sehen.
  • Saturn beendet im September seine Abendsichtbarkeit, da ihn die Sonne zunehmend einholt.
  • Uranus kommt Ende September in Opposition. Er steht in den Fischen.
  • Neptun hat seine Opposition gerade hinter sich und kann weiterhin im Wassermann gefunden werden.

(Quelle: Vereinigung der Sternfreunde e.V.)

Mond

Da kurz vor Ende des Vormonats, am 30. Juli, Neumond war, sind die ersten Tage des Augusts nahezu mondfrei und somit bestens für die Beobachtung des Sternenhimmels geeignet. Erst ab dem 8. August dominiert der Erdtrabant wieder die Nacht. Am 13. August ist Vollmond. Nach dem 20. August sind die frühen Abendstunden wieder weitgehend mondfrei und können für Deep-Sky-Beobachtungen genutzt werden. Am 29. August ist schließlich wieder Neumond.

Sterne

In den Augustabenden sinkt der Große Wagen täglich ein kleines Stück näher zum Nordhorizont. Gleichzeitig steigt das „Himmels-W“, die Kassiopeia, stetig Richtung Zenit. Fast genau zwischen diesen beiden markanten Sternbildern steht der Polarstern. Da sich dieser Stern nahezu in der Verlängerung unserer Erdachse befindet, ist seine Position am Himmel zu jeder Uhr- und Jahreszeit fast gleich. Unmittelbar darüber kann man bei dunklem Himmel die Sternbilder Kepheus und Drache finden. Beim Blick Richtung Westen fällt der helle Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter auf. Hier handelt es sich um einen Roten Riesen, der etwa 37 Lichtjahre von uns entfernt ist. Tief im Süden zeigen sich im August die Sternbilder Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, in dessen Nähe sich sehr viele interessante Sternhaufen und Galaktische Nebel befinden. In ländlichen Gegenden, ohne störende Lichtquellen, kann man ein helles breites Band am Himmel erkennen, das vom Schützen im Süden, über den Schwan und die Leier im Zenit, bis zur Kassiopeia im Nordosten verläuft. Es handelt sich hierbei um die Milchstrasse - unsere Heimatgalaxie! Im Osten zeigen sich bereits Vorboten des Herbstes: Die Sternbilder des Himmelspferds Pegasus und der äthiopischen Prinzessin Andromeda.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Planeten

Merkur und Venus stehen, von der Erde aus gesehen, in diesem Monat zu dicht an der Sonne, so dass sie Nachts nicht gesehen werden können. Mars zeigt sich in der zweiten Nachthälfte am Osthorizont. Der rote Planet geht zur Monatsmitte um 2:11 Uhr auf. Der Gasriese Jupiter steht derzeit in Opposition. Das heißt, die Erde befindet sich momentan genau zwischen der Sonne und dem Planeten, der am 15. August bereits kurz nach 22 Uhr aufgeht. Saturn ist nur noch in den frühen Abendstunden am Westhorizont zu sehen. Gegen Ende des Monats verabschiedet sich der Ringplanet dieses Jahr vom Abendhimmel.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre
  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre
  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre
  • M24: Kleine Sagittariuswolke, Sternwolke im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre
  • M22: Kugelsternhaufen im Sternbild Schütze, Entfernung: 10.000 Lichtjahre
  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre
  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre
  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre
  • M31: Andromedagalaxie, Spiralgalaxie im Sternbild Andromeda, Entfernung: 2,5 Mio. Lichtjahre

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Mond

Am 1. Juli ist Neumond. Die Abende danach sind praktisch mondfrei und bieten uns einen ungetrübten Blick in den Sternenhimmel. Ab dem 9. Juli  tritt der Mond immer mehr in Erscheinung und dominiert die Nacht. Am 15. Juli ist Vollmond. Bereits ab dem 20. Juli sind die Abendstunden wieder mondfrei und können für Deep-Sky-Beobachtungen genutzt werden.

Sterne

Blickt man an einem Juli-Abend ab etwa 22 Uhr in Richtung Norden, fällt zunächst der Große Wagen auf, dessen Deichsel steil nach oben zeigt. Rechts davon befindet sich der Kleine Wagen mit dem Polarstern am unteren Ende.
Verlängert man die geschwungene Deichsel des Großen Wagens in Richtung Süden, trifft man auf den hellen Stern Arkturus im Sternbild Bärenhüter. Nicht weit davon entfernt ist am Südwesthorizont das Sternbild Jungfrau mit dem Hauptstern Spika zu finden.
Nahe des Zenits kann man die halbkreisförmige Nördliche Krone mit dem auffälligen Stern Gemma und das Sternbild des griechischen Helden Herkules erkennen.
Am südlichen Horizont zeigen sich im Sommer zwei besonders eindrucksvolle Sternbilder. Der Skorpion mit dem rötlichen Stern Antares und der Schütze, dessen Form an einen Teekessel erinnert.
Im Osten fallen drei besonders helle Sterne auf: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Diese drei entfernten Sonnen bilden das markante Sternmuster des Sommerdreiecks.

Eine aktuelle Sternkarte für den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See können Sie online auf unserer Homepage hier abrufen.

Planeten

Merkur erreicht in diesem Monat seine größte östliche Elongation (Winkelabstand) zur Sonne. Der Planet steht jedoch in den sommerlichen Abendstunden zu tief über dem Westhorizont und kann nicht ohne optische Hilfsmittel gefunden werden. Venus befindet sich derzeit, von der Erde aus gesehen, zu nah an unserem Zentralgestirn und ist somit für uns nicht zu beobachten. Die Mars kann immer früher am Osthorizont gesichtet werden. Der rote Planet geht Ende des Monats bereits vor 3 Uhr auf. Der Gasriese Jupiter ist ebenfalls ein Objekt der zweiten Nachthälfte. Er steht momentan im Sternbild Widder und wird am Monatsende schon um Mitternacht aufgehen. Saturn ist weiterhin der "Star" des Abendhimmels und kann den ganzen Juli im Sternbild Jungfrau beobachtet werden.

Deep Sky Himmelsobjekte

Anbei eine Auswahl von Himmelsobjekten, die im aktuellen Monat mit Teleskopen beobachtet werden können:

  • M51: Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, Entfernung: 25 Mio. Lichtjahre
  • M81: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 12 Mio. Lichtjahre
  • M82: Spiralgalaxie im Sternbild Großer Bär, Entfernung: 14 Mio. Lichtjahre
  • M4: Kugelsternhaufen im Sternbild Skorpion, Entfernung: 7000 Lichtjahre
  • M13: Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules, Entfernung: 23.000 Lichtjahre
  • M11: Wildentenhaufen, Offener Sternhaufen im Sternbild Schild, Entfernung: 5.600 Lichtjahre
  • M17: Schwanennebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 4.900 Lichtjahre
  • M20: Trifidnebel, Galaktischer Nebel im Sternbild Schütze, Entfernung: 5.200 Lichtjahre
  • M8: Offener Sternhaufen im Lagunennebel, Sternbild Schütze, Entfernung: 6.000 Lichtjahre
  • Albireo: Doppelstern im Sternbild Schwan, auffälliger Farbkontrast, Entfernung: 390 Lichtjahre
  • M27: Hantelnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Fuchs, Entfernung: 1.200 Lichtjahre
  • M57: Ringnebel, Planetarischer Nebel im Sternbild Leier, Entfernung: 2.300 Lichtjahre

Anmerkungen

Alle Zeiten sind in Sommerzeit (MESZ) angegeben und beziehen sich auf den Beobachtungsstandort Berg am Starnberger See. Auf eine Beschreibung der Planeten Uranus und Neptun wurde verzichtet, da diese nicht mit bloßem Auge zu beobachten sind.

Der Sternenhimmel im Juni 2011

Der Juni ist der beste Monat, um die südlichen Sternbilder Skorpion und Schütze zu beobachten. Von Deutschland aus sind sie sehr nah am Horizont zu sehen; wer in der Mittelmeerregion Urlaub macht, kann sie deutlich höher am Himmel sehen. Die Region oberhalb von Schütze und Skorpion fällt durch ihre Sternleere auf: Hier verbergen sich der Schlangenträger, die Schlange und darüber der Herkules. Knapp über dem Schützen zieht der Zwergplanet Pluto seine ferne Bahn; ihn kann man aber nur im (sehr) großen Teleskop einer Sternwarte sehen. Die besonders hellen Sterne am Himmel sind Arktur im Bootes, Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Tief am westlichen Himmel verabschiedet sich Saturn zunehmend von der Himmelsbühne.

Planeten im Juni 2011

  • Merkur ist im Juni nicht zu sehen.
  • Venus kann morgens noch tief am Nordosthimmel gefunden werden. Sie ist klein und fast kugelrund.
  • Mars kann vielleicht gegen Monatsende wieder am Morgenhimmel gefunden werden.
  • Jupiter macht sich zunehmend am Morgenhimmel bemerkbar.
  • Saturn wird zum Objekt der ersten Nachthälfte, seine Helligkeit geht weiter zurück.
  • Uranus ist für Ambitionierte wieder ein Objekt am Morgenhimmel.
  • Neptun kann ab der Monatsmitte wieder in der zweiten Nachthälfte aufgespürt werden.

Beobachtungstipp im Juni 2011

Am Abend des 15. Juni wird eine totale Mondfinsternis zu bewundern sein. Der Mond tritt dann in den Schatten der Erde und wird dabei rötlich verfinstert. Sobald es richtig dunkel ist, kann man den Eintritt des Mondes in den Erdschatten wahrnehmen. Bis 23 Uhr dauert die totale Phase der Finsternis, um Mitternacht geht sie zu Ende.

(Quelle: Vereinigung der Sternfreunde e.V.)