Das war die Sonnenfinsternis 2026
Die vielversprechenden Wetterprognosen behielten zum Glück recht: Mittwoch, der 12. August 2026, bescherte uns einen herrlichen Sommertag mit einem makellos blauen, wolkenlosen Himmel – die perfekten Bedingungen für ein astronomisches Doppelereignis!
Bereits am späten Nachmittag trafen die ersten Schaulustigen an der Lindenallee in Aufkirchen ein. Hinter dem Schulparkplatz und entlang der Allee wurden mitgebrachte Teleskope, Fotostative, Picknickdecken und Liegestühle in Stellung gebracht. Groß und Klein machte es sich zwischen den Linden gemütlich.


In kurzer Zeit wuchs die Zahl der „Sofi-Fans“ gewaltig an. Ab 19:00 Uhr blickten 500 – 2000 Augenpaare (die Schätzungen variieren stark), natürlich mit Spezialbrillen gewappnet, gespannt Richtung Westhorizont.
Um 19:23 Uhr war es schließlich so weit: Erster Kontakt! Der Mond schob sich von rechts über den Sonnenrand und wanderte langsam über die helle Scheibe. Durch unsere bereitgestellten Spezialteleskope konnten die Besucher viele Details beobachten – von ausgeprägten Sonnenflecken bis hin zum zerklüfteten, durch Krater geprägten Rand des Mondes.


An der Allee breitete sich eine mitreißende Volksfeststimmung aus. Überall sah man strahlende Gesichter. Völlig unkompliziert wurden Sofi-Brillen untereinander verliehen, damit auch spontane Gäste keinen Augenblick verpassten.
Der Höhepunkt: Um 20:16 Uhr erreichte die Finsternis ihre maximale Bedeckung von 89 %. Die Sonne war nur noch als nach unten geöffnete schmale Sichel zu sehen. Außerdem tauchte das schwindende Licht die gesamte Umgebung in einen warmen, gelblichen Farbton – eine richtig surreale Szene.


Die Sonnensichel sank immer weiter dem Horizont entgegen. Kurz vor dem Untergang zeichneten sich silhouettenhaft die ersten Baumwipfel vor der Sonne ab. Als sie sich um 20:33 schließlich komplett vom Himmel verabschiedete, klatschte und hubelte die ganze Lindeallee!
Ab 22:00 Uhr verlagerte sich das Geschehen zur Sternschnuppenjagd auf das Gelände der Sternwarte Berg. Innerhalb weniger Minuten war die Wiese zwischen den Teleskopen dicht an dicht mit Picknickdecken und Liegestühlen gefüllt. Und die Nachtschwärmer wurden nicht enttäuscht: Die Perseiden zeigten sich in diesem Jahr von ihrer besten Seite und bescherten uns zahlreiche helle Lichtspuren.

Parallel zeigten unsere Mitglieder an den verschiedenen Teleskopen Sternhaufen, galaktische Nebel, Galaxien und als besonderes Schmankerl den Planeten Saturn.
Gegen 1:00 Uhr morgens – und nach etlichen gesichteten Sternschnuppen samt Wünschen – trat schließlich der letzte Gast zufrieden den Heimweg an.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Besucherinnen und Besuchern für diesen großartigen gemeinsamen Abend!
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