startrails2

Seit Juni 1992 existiert auf einer Anhöhe über dem Nordostufer des Starnberger Sees eine kleine Sternwarte. Auf dem Grundstück der Gemeinde Berg stehen abseits störender Lichtquellen eine Beobachtungskuppel und zwei Rolldachhütten. Die Gebäude beherbergen verschiedenste Teleskope für die Himmelsbeobachtung: vom 5-Zoll-Refraktor bis zum 16-Zoll-Schmidt-Cassegrain-Spiegelteleskop. Mittlerweile zählt der Verein fast 80 Mitglieder, von denen einige in ehrenamtlicher Arbeit an den öffentlichen Führungen mitwirken.


Auch wenn im September nur noch der Planet Saturn am Abendhimmel freiäugig zu sehen ist, tummeln sich am Morgenhimmel gleich drei helle Planeten.
Zu ihnen gesellt sich am 18.09. noch die schmale Mondsichel:

So könnte der Morgenhimmel am 18.09. gegen 6:40 Uhr bei klarer Sicht auf den Osthorizont aussehen:Planeten am Morgenhimmel des 18.09.2017

Den Himmel dominiert die helle Venus, darunter die schmale Mondsichel.
Knapp über dem Horizont sind die Planeten Mars und Merkur.
Der helle Stern direkt oberhalb des Mondes ist Regulus, der hellste Stern im Sternbild Löwe.
Ein schöner Anblick für Frühaufsteher!

Das Bild wurde erstellt mit der Freeware Stellarium.
(Klicken Sie auf einfach das Bild um es größer zu sehen)

Nachdem uns, neben den ungünstigen Beobachtungsbedingungen, auch noch das Wetter das Beobachten der Perseiden am 12./13. August zunichte gemacht hat, sind im September nur schwache Sternschnuppenströme zu beobachten.

Den Anfang machen die schon ab dem 28 August bis zum 5. September aktiven Aurigiden (auch als Alpha-Aurigiden bekannt). Der Radiant dieses Stromes befindet sich im Sternbild Fuhrmann (lat. Auriga), südlich des hellen Sterns Capella..
In der Nacht vom 31. August zum 1. September erreichen sie ihr Maximum mit einer durchschnittlichen Fallrate von 6 Meteoren pro Stunde.
In den Jahren 1935, 1986 und 1994 wurden Ausbrüche des Stroms mit Raten zwischen 30 und 40 Meteoren pro Stunde registriert. 2007 wurde sogar eine Fallrate von 120 Meteoren pro Stunde erreicht. Diese Maxima dauern aber nur ca. 1-2 Stunden und werden durch das Eintreten der Erde in die Staubspur des Ursprungskörpers, dem Kometen C/1911 N1 (Kiess), erklärt. Dieser Komet hat eine Umlaufszeit von annähernd 2500 Jahren und wurde 1911 entdeckt.

Ein zweiter schwacher Meteoritenstrom sind die September-Perseiden.
Dieser Strom, mit einer Fallrate von etwa 5 Meteoren pro Stunde, hat sein Maximum am 9. September. Der Radiant wandert im Sternbild Perseus vom Stern Algol (Beta Persei)  hin zu Epsilon Persei, weshalb der Strom auch manchmal September-Epsilon-Perseiden genannt wird.
Ein Ursprungskörper dieses Stromes ist nicht bekannt.

Quellen: Wikipedia und Sterne und Weltraum Heft 09/2017

Sternwartenstamtisch

Unser nächster Sternwartenstammtisch findet
am Donnerstag, 05. Oktober 2017 um 19:30 Uhr im Gasthof Alter Wirt in Höhenrain statt. 

Der Septemberstammtisch fällt wegen Betriebsferien unserer Wirtsleute leider aus.

Alle Mitglieder und interessierte Besucher sind herzlich willkommen!

Am Montag, den 07.08.2017, findet am Abend eine partielle Mondfinsternis statt.
In Berg und Umgebung sind die Beobachtungsbedingungen der Finsternis aber leider sehr ungünstig.
Bei der maximalen Verfinsterung  gegen 20:22 Uhr MESZ (=Mitteleuropäische Sommerzeit) ist der Mond bei uns noch nicht aufgegangen.
Der Mond geht in Aufkirchen erst rund 10 Minuten später, um 20:31 Uhr MESZ auf.

Schon um 21:18 Uhr MESZ, also kurz nach Sonnenuntergang (21:16 Uhr MESZ) endet die Kernschattenphase, in der man eine deutliche Verfinsterung der Mondscheibe wahrnemen kann.

Der Austritt aus dem Halbschatten der Erde findet dann zwar erst gegen 22:50 Uhr statt - diese Halbschattenphase ist aber sehr unscheinbar und wird wohl nur sehr schwach sichtbar sein.

Bis 21:18 Uhr, wenn der "angeknabberte" Mond knapp über dem Horizont steht, könnte man in der Gegendämmerung tatsächlich die Finsternis beobachten.
Dazu brauchen Sie aber unbedingt einen Standort mit freiem Blick zum Südost-Horizont, denn selbst am Sichtbarkeitsende der Halbschattenphase steht der Mond gerade einmal 16 Grad hoch.
Dann muss natürlich auch noch das Wetter mitspielen, damit Sie klare Horizontsicht haben.
Sehr ungünstige Bedingugen also.

Sollte Ihnen eine Beobachtung dieses mal nicht möglich sein, dann unser Tipp:
Schon nächstes Jahr am Abend des 27.07.2018 können Sie wieder eine totale Mondfinsternis erleben, natürlich nur, sofern das Wetter es zuläßt.