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Seit Juni 1992 existiert auf einer Anhöhe über dem Nordostufer des Starnberger Sees eine kleine Sternwarte. Auf dem Grundstück der Gemeinde Berg stehen abseits störender Lichtquellen eine Beobachtungskuppel und zwei Rolldachhütten. Die Gebäude beherbergen verschiedenste Teleskope für die Himmelsbeobachtung: vom 5-Zoll-Refraktor bis zum 16-Zoll-Schmidt-Cassegrain-Spiegelteleskop. Mittlerweile zählt der Verein fast 80 Mitglieder, von denen einige in ehrenamtlicher Arbeit an den öffentlichen Führungen mitwirken.


FotoUnser nächster Sternwartenstammtisch findet
am Donnerstag, den 25. Oktober 2018 um 19:30 Uhr im Gasthof Alter Wirt in Höhenrain statt.  

Alle Mitglieder und interessierte Besucher sind herzlich willkommen!

Nach dem Himmelsfeuerwerk der Perseiden am 12./13. August, sind im September nur schwache Sternschnuppenströme zu beobachten.

Den Anfang machen die schon ab dem 28 August bis zum 5. September aktiven Aurigiden (auch als Alpha-Aurigiden bekannt). Der Radiant dieses Stromes befindet sich im Sternbild Fuhrmann (lat. Auriga), südlich des hellen Sterns Capella.
In der Nacht vom 31. August zum 1. September erreichen sie ihr Maximum mit einer durchschnittlichen Fallrate von 6 Meteoren pro Stunde.
In den Jahren 1935, 1986 und 1994 wurden Ausbrüche des Stroms mit Raten zwischen 30 und 40 Meteoren pro Stunde registriert. 2007 wurde sogar eine Fallrate von 120 Meteoren pro Stunde erreicht. Diese Maxima dauern aber nur ca. 1-2 Stunden und werden durch das Eintreten der Erde in die Staubspur des Ursprungskörpers, dem Kometen C/1911 N1 (Kiess), erklärt. Dieser Komet hat eine Umlaufszeit von annähernd 2500 Jahren und wurde 1911 entdeckt.

Ein zweiter schwacher Meteoritenstrom sind die September-Perseiden.
Dieser Strom, mit einer Fallrate von etwa 5 Meteoren pro Stunde, hat sein Maximum am 9. September. Der Radiant wandert im Sternbild Perseus vom Stern Algol (Beta Persei)  hin zu Epsilon Persei, weshalb der Strom auch manchmal September-Epsilon-Perseiden genannt wird.
Ein Ursprungskörper dieses Stromes ist nicht bekannt.

Quellen: Wikipedia und Sterne und Weltraum Heft 09/2018

Auch in diesem Sommer kann wieder ein spektakuläres Himmelsschauspiel auf der Berger Sternwarte beobachtet werden.

In der Nacht vom 12. auf den 13. August bewegt sich die Erde, auf ihrer Bahn um die Sonne, durch eine Staubspur, die aus Auflösungsprodukten des Kometen 109P/Swift-Tutle besteht. Dabei treten ca. sandkorngroße Partikel mit extrem hoher Geschwindigkeit in die oberen Schichten der Erdatmosphäre ein und verglühen. Diese ungefährlichen Leuchterscheinungen sind als Perseiden-Sternschnuppen bekannt. Im Volksmund wird auch die Bezeichnung "Laurentiustränen" oder "Tränen des Laurentius" verwendet, da am 10. August der Namenstag des gleichnamigen Märtyrers gefeiert wird. 

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(Foto: NASA/JPL) 

Aus diesem Anlass wird die Volkssternwarte Berg am Sonntag, den 12. August 2018, bei klarem Himmel, zwischen 21:00 Uhr und 24:00 Uhr geöffnet sein. Diesmal herrschen perfekte Bedingungen, da der Mond an diesem Abend bereits untergegangen ist und den Himmel nicht aufhellt.

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Kurz vor Beginn der Sommerferien in Bayern ist es endlich wieder soweit: Am 27. Juli wird über Deutschland eine totale Mondfinsternis zu sehen sein!

Diesmal findet das Ereignis während der Abendstunden statt. Die maximale Bedeckung wird für 22:22 Uhr MESZ erwartet. Hier der genaue Zeitplan:

  • 20:24 Uhr: Eintritt des Mondes in den Kernschatten der Erde
  • 21:30 Uhr: Beginn der Totalität der Finsternis
  • 22:22 Uhr: Maximale Verfinsterung
  • 23:13 Uhr: Ende der Totalität der Finsternis
  • 00:19 Uhr: Austritt des Mondes aus dem Kernschatten

Während der Totalität wird der Mond als dunkelrote Scheibe über den südöstlichen Himmel wandern. Die Farbe stammt hierbei von Sonnenlicht, das von der Erdatmosphäre in den Mondschatten gelenkt wird.

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(Foto: Benno Ruhdorfer)

Weitere Hintergrundinformationen zur Mondfinsternis 2018 sind beispielsweise auf der zentralen "Mofi"-Seite des Bayerischen Rundfunks zu finden: https://www.br.de/mofi

In dieser Nacht können sich die Beobachter auf ein weiteres Ereignis freuen. Zeitgleich mit der Mondfinsternis befindet sich der Planet Mars in Erdnähe und kann etwa eine Handbreit unterhalb des Erdtrabanten als deutlich rötlicher Lichtpunkt am Himmel erkannt werden.

Bei klarem Himmel wird die Berger Sternwarte am 27. Juli ab 21 Uhr geöffnet sein. Besucher werden die Möglichkeit haben, das Ereignis mit verschiedenen Instrumenten - vom Fernglas bis zum Spiegelteleskop - zu beobachten.

Der Eintritt ist an diesem besonderen Abend kostenlos. Freiwillige Spenden sind jedoch immer willkommen.