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Seit Juni 1992 existiert auf einer Anhöhe über dem Nordostufer des Starnberger Sees eine kleine Sternwarte. Auf dem Grundstück der Gemeinde Berg stehen abseits störender Lichtquellen eine Beobachtungskuppel und zwei Rolldachhütten. Die Gebäude beherbergen verschiedenste Teleskope für die Himmelsbeobachtung: vom 5-Zoll-Refraktor bis zum 16-Zoll-Schmidt-Cassegrain-Spiegelteleskop. Mittlerweile zählt der Verein fast 80 Mitglieder, von denen einige in ehrenamtlicher Arbeit an den öffentlichen Führungen mitwirken.


Sternwartenstamtisch

Unser nächster Sternwartenstammtisch findet
am Donnerstag, 1. März 2018 um 19:30 Uhr im Gasthof Alter Wirt in Höhenrain statt. 

Alle Mitglieder und interessierte Besucher sind herzlich willkommen!

Auch wenn im September nur noch der Planet Saturn am Abendhimmel freiäugig zu sehen ist, tummeln sich am Morgenhimmel gleich drei helle Planeten.
Zu ihnen gesellt sich am 18.09. noch die schmale Mondsichel:

So könnte der Morgenhimmel am 18.09. gegen 6:40 Uhr bei klarer Sicht auf den Osthorizont aussehen:Planeten am Morgenhimmel des 18.09.2017

Den Himmel dominiert die helle Venus, darunter die schmale Mondsichel.
Knapp über dem Horizont sind die Planeten Mars und Merkur.
Der helle Stern direkt oberhalb des Mondes ist Regulus, der hellste Stern im Sternbild Löwe.
Ein schöner Anblick für Frühaufsteher!

Das Bild wurde erstellt mit der Freeware Stellarium.
(Klicken Sie auf einfach das Bild um es größer zu sehen)

Am Montag, den 07.08.2017, findet am Abend eine partielle Mondfinsternis statt.
In Berg und Umgebung sind die Beobachtungsbedingungen der Finsternis aber leider sehr ungünstig.
Bei der maximalen Verfinsterung  gegen 20:22 Uhr MESZ (=Mitteleuropäische Sommerzeit) ist der Mond bei uns noch nicht aufgegangen.
Der Mond geht in Aufkirchen erst rund 10 Minuten später, um 20:31 Uhr MESZ auf.

Schon um 21:18 Uhr MESZ, also kurz nach Sonnenuntergang (21:16 Uhr MESZ) endet die Kernschattenphase, in der man eine deutliche Verfinsterung der Mondscheibe wahrnemen kann.

Der Austritt aus dem Halbschatten der Erde findet dann zwar erst gegen 22:50 Uhr statt - diese Halbschattenphase ist aber sehr unscheinbar und wird wohl nur sehr schwach sichtbar sein.

Bis 21:18 Uhr, wenn der "angeknabberte" Mond knapp über dem Horizont steht, könnte man in der Gegendämmerung tatsächlich die Finsternis beobachten.
Dazu brauchen Sie aber unbedingt einen Standort mit freiem Blick zum Südost-Horizont, denn selbst am Sichtbarkeitsende der Halbschattenphase steht der Mond gerade einmal 16 Grad hoch.
Dann muss natürlich auch noch das Wetter mitspielen, damit Sie klare Horizontsicht haben.
Sehr ungünstige Bedingugen also.

Sollte Ihnen eine Beobachtung dieses mal nicht möglich sein, dann unser Tipp:
Schon nächstes Jahr am Abend des 27.07.2018 können Sie wieder eine totale Mondfinsternis erleben, natürlich nur, sofern das Wetter es zuläßt.

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Auch dieses Jahr beteiligt sich die Sternwarte Berg am deutschlandweiten Astronomietag, der diesmal am 25. März 2017 stattfindet.

Das Sternwartengelände an der Lindenallee in Aufkirchen wird an diesem Tag bereits um 14 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet.
Am Nachmittag können die Besucher zunächst mit speziellen Teleskopen einen Blick auf die Sonne werfen. Besondere Filter ermöglichen dabei eine ungefährliche Beobachtung von Sonnenflecken und Protuberanzen. Aber auch helle Sterne sind bereits am Tag sichtbar. Für Kinder und Jugendliche gibt es ein Begleitprogramm mit Sonnenuhrenbasteln, Astroquiz und Demonstration eines Sonnensystem-Modells.

170325 Astrotag

Das Motto lautet dieses Mal "Sehenswertes entlang der Sonnenbahn".

Diese gedachte Linie beschreibt den Weg unserer Sonne im Laufe eines Jahres vor dem Himmelshintergrund. Auf dieser Bahn liegen bekannte Sternbilder, wie zum Beispiel Stier, Zwillinge und Krebs. Aber auch die Planeten unseres Sonnensystems sind hier zu finden.

So zeigt sich Ende März der sonnennächste Planet Merkur nach Sonnenuntergang (ab ca. 19 Uhr) tief über dem Westhorizont. Dies ist die einzig günstige Abendsichbarkeit von Merkur in diesem Jahr! Mit zunehmender Dunkelheit ist momentan auch der rote Planet Mars im Sternbild Widder zu finden. Kurz nach 20 Uhr geht der Gasriese Jupiter am Osthorizont auf.

Aber auch außerhalb unseres Sonnensystems gibt es viel zu entdecken! Zahlreiche Sternhaufen, galaktische Nebel und sogar Millionen Lichtjahre entfernte Galaxien können mit den Teleskopen der Sternwarte beobachtet werden.

Alle Führungen sind an diesem Tag kostenlos und finden nur bei klarem Himmel statt.

Die Veranstaltung der Christian-Jutz-Volkssternwarte Berg ist ein Beitrag zum bundesweiten Astronomietag, der von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS), der größten amateurastronomischen Vereinigung in Deutschland, initiiert und unterstützt wird.